"Bei einer guten Vorlesung sieht man in den Gesichtern, da passiert was
im Kopf", sagt die Juristin Nora Markard im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch
an die Arbeit". Die 41-Jährige ist Juniorprofessorin für Öffentliches
Recht und Völkerrecht an der Universität Hamburg. In ihren Vorlesungen
sitzen bis zu 400 Studierende. "Da muss man ziemlich ackern, um die
Leute zu erreichen und die nicht dahinten drinsitzen und das über sich
ergehen zu lassen", sagt sie. Markard hat Jura und Internationale
Beziehungen in Berlin, Paris und London studiert. Derzeit sitzt sie an
ihrer Habilitationsschrift. Im Podcast erzählt Markard von – wie sie sie
nennt – manischen und depressiven Phasen im Arbeitsleben von Juristen.
In den sogenannten manischen Phasen arbeite man unglaublich viel, alles
funktioniere. In depressiven Phasen unterschätze man seine Expertise und
halte die eigene Arbeit für banal. Sie spricht auch vom
Hochstaplersyndrom: der Angst, dass man in Wirklichkeit gar nichts kann
und andere es nur noch nicht bemerkt haben. Markard sagt: "Es geht
darum, eine nachhaltige Art der Arbeit zu finden, die man über lange
Zeit durchhält, ohne unglücklich oder krank zu werden." Und: "Zu viel
ist grundsätzlich ein Problem in unserem Beruf. Man hat immer das
Gefühl, es ist nicht genug."
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Talk
Frisch an die Arbeit Folgen
Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
Folgen von Frisch an die Arbeit
235 Folgen
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Folge vom 20.08.2019Wie schafft man es, lange Zeit am Stück konzentriert zu arbeiten, Nora Markard?
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Folge vom 06.08.2019Wie hat Ihre Arbeit Sie trotz schwerer Krankheit am Leben gehalten, Miriam Maertens?"Im Grunde arbeite ich erst seit sieben Jahren ohne Schummelei", sagt die Schauspielerin Miriam Maertens im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". Die heute 49-Jährige hat seit ihrer Geburt Mukoviszidose, eine nicht heilbare Stoffwechselerkrankung, die unter anderem zu viel Schleim in der Lunge produziert. Bis zu ihrer Lungentransplantation vor sieben Jahren erzählte sie nur wenigen Kollegen und Regisseuren von ihrer Krankheit. In den Pausen ging sie nach Hause, um Übungen zu machen, und später, um sich an der Sauerstoffmaschine zu stärken. Miriam Maertens kommt aus einer Hamburger Theaterfamilie. Schon als Kind wusste sie, dass sie einmal Schauspielerin werden würde. Dass die Ärzte bei ihr eine Lebenserwartung von fünf Jahren prognostiziert hatten, verdrängte sie. Sie sagt im Podcast: "Das Verdrängen war in der Familie hoch angesagt, um auch Spaß am Leben zu haben." Mit 20 Jahren spielte sie ihre ersten Rollen, unter anderem an der Schaubühne in Berlin, dann als festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Die Arbeit habe sie am Leben gehalten, sagt sie. Aber irgendwann ging es nicht mehr. Vor sieben Jahren bekam sie eine Spenderlunge. Im Podcast erzählt Maertens, wie sie mit der Krankheit arbeiten konnte – und auch, wie sich Arbeit für sie verändert hat, seitdem sie eine neue Lunge hat. So arbeitete sie in den ersten Jahren nach der OP zunächst sehr viel, weil sie endlich alles konnte. Aber sie sagt auch: "Ich mache manche Sachen nicht mehr, wenn ich sie nicht wirklich machen will." Stattdessen wolle sie lieber auch mal reisen – was sie früher auch nicht immer konnte. Zur neuen Spielzeit wechselt sie ins Ensemble des Schauspiels Hannover. Im vergangenen Jahr ist ihr Buch „Verschieben wir es auf morgen“ über ihren Kampf gegen Mukoviszidose erschienen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 23.07.2019Wie ist es, mit 23 Jahren das Weingut der Eltern zu übernehmen, Juliane Eller?"Die Entscheidung für den Weinbau ist bei mir relativ spät gefallen", sagt Juliane Eller im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". Die 29-Jährige ist Winzerin im rheinhessischen Ahlsheim. "Ich wollte früher immer ein geregeltes Leben mit Fünf-Tage-Woche" – und das gehe im Weinbau gar nicht. Während Ellers Schulfreunde im Sommer an den See gefahren seien, habe sie ihren Eltern geholfen. Druck hätten sie ihr nie gemacht, erzählt Eller. Nach der Schule machte sie ein Praktikum im Weinbau. Dort habe sie erst die Vielzahl an Möglichkeiten verstanden, die ihr durch den Familienbetrieb offen standen. Sie entschied sich nicht nur, Weinbau zu studieren und den Betrieb zu übernehmen – sondern auch, das Unternehmen komplett umzubauen. Da war die gerade 23 Jahre alt. "Als ich bei meinen Eltern eingestiegen bin", erzählt Eller lachend, "habe ich erst einmal nur wahnsinnig viel Geld gekostet.“ Der anstrengendste Teil der Arbeit sei bei all dem, so sehr von der Natur abhängig zu sein – auch wenn für dieses Jahr die größten Gefahren wie Hagel und Unwetter überstanden seien. Die zunehmende Klimakrise sei auch für den Weinbau in Deutschland ein großes Problem, erzählt Eller: "Wir fangen heute Anfang September an zu ernten – mein Papa hat noch Ende November geerntet." Eller hat zwei Wein-Marken etabliert: „Juwel", ihre eigene Marke. Und die Marke „Drei Freunde“, die sie zusammen mit dem Moderator Joko Winterscheidt und dem Schauspieler Matthias Schweighöfer gegründet hat. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 09.07.2019Wie bewegt sich der Share-Now-CEO Olivier Reppert durch die Stadt?"Ich bin von montags sieben Uhr bis freitags 22 Uhr voll für die Arbeit da – aber ich möchte das Wochenende für die Familie haben", sagt Olivier Reppert, CEO von Share Now, dem gemeinsamen Carsharing-Dienst von Mercedes-Benz und BMW. Am Wochenende arbeite Reppert nicht mehr als zwei Stunden, sagt der 45-Jährige im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". Als Kind, erzählt Reppert, wollte er eigentlich Archäologe werden. Dann studierte er Maschinenbau. Heute gehört Olivier Reppert zu den erfahrenen Managern im Bereich Carsharing. Ehe er Share Now übernahm, baute er Car2Go auf. "Damals", sagt Reppert, "war der Smart für uns das perfekte urbane Auto. Und schon damals war für uns klar: Der Smart muss elektrisch sein. Wir können es uns eigentlich nur noch leisten, uns elektrisch in den Städten zu bewegen.“ Er sagt: "Mein Thema sind Mobilitätsökosysteme. Wie viel Struktur braucht es? Wie viele Alternativen braucht es? E-Scooter? Öffentliche Verkehrsmittel? Wir sind alle nur erfolgreich, wenn das alles miteinander funktioniert", sagt Report. Er selbst, erzählt Reppert, der mit seiner Familie in Berlin wohnt, fahre gar nicht so oft Auto, auch wenn sein eigener Weg zur Arbeit grob acht Kilometer lang sei. "Ich fahre viel Fahrrad in Berlin. Da hat man auf dem Heimweg viel Zeit nachzudenken." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.