Menschliche Körperteile, Föten und Embryos, mit und ohne Fehlbildungen, eingelegt in großen Gläsern mit Formaldehyd: Im 19. Jahrhundert waren solche Humanpräparate die einzige Möglichkeit, medizinisch auszubilden. Einige solcher Stücke sind Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Museen ausgestellt worden, wie zum Beispiel im Salzburger Haus der Natur. Als man in den 90ern die Geschichte des Museums aufgearbeitet hat, vor allem die Nazi-Zeit, ist auch die Ausstellung in die Kritik geraten. Die Stücke sind erst ins Depot gewandert und dann 2004 nach Wien gegeben worden, in die humanpathologische Sammlung des Naturhistorischen Museums. Nun sind die Präparate wieder nur für wissenschaftliche Zwecke einsehbar. Gabriel Wirth hat sie sich zeigen lassen
Kultur & Gesellschaft
Kulturleben Folgen
Spannende Debatten, lebendige Reportagen, hintergründige Gespräche: Der ganze Kosmos des Bayern 2-Kulturlebens.
Folgen von Kulturleben
444 Folgen
-
Folge vom 22.04.2025Im Dunkel des Museumsdepots (22): Die Föten im Haus der Natur Salzburg
-
Folge vom 17.04.2025Wie sieht eine lebenswerte Stadt aus?Sich aufheizende Asphaltwüsten oder begrünte Plätze. Stadtplanung ist im Umbruch. Wie passen sich Städte dem Klimawandel und neuen gesellschaftlichen Bedürfnissen an? Was lässt sich aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? Und wie schafft man es, die Bürger bei all den Herausforderungen auch mitzunehmen? Wir sprechen mit dem Journalisten Tobias Krone, der ein Begrünungs- und Autofreiprojekt in München begleitet hat, mit Architekturprofessorin Ingrid Burgstaller und dem Stadtplaner Klaus Illigmann.
-
Folge vom 16.04.2025Kulturlandschaft Bayern vom 16.04.2025Ausstellung "Ad lucem" in der Heiliggeistkirche Landshut. Von Julie Metzdorf / Ralph Goppelt im Gespräch über die Weißenburger Fototage 2025 / Uraufführung: Musical "Die Weiße Rose" kommt nach Füssen. Von Peter Jungblut / Laientheater in Peiting: "Der Hochzeiter meiner Frau". Von Chris Baumann / "Jede Jahreszeit ist schön" - Neue Gedichtanthologie. Von Sarah Kosh-Amoz / Faszination "Titanic": Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim. Von Dagmar Bohrer-Glas
-
Folge vom 15.04.2025Die dritte Generation und die Erinnerung an die ShoahVielleicht sind es die Enkel, die das Schweigen über die erlittenen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs aufbrechen können - die "dritte Generation" ist das Thema einer Ausstellung im Jüdischen Museum in München. Wir sprechen mit beteiligten Künstlern, Ilana Lewitan und Georg Soanca-Pollak. Außerdem ein Reportage über neue Sakralbauten in Bayern