Kultur & GesellschaftRegionales
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Freier Rundfunk Oberösterreich GmbH Kirchengasse 4 A-4040 Linz Radio FRO sendet 24 Stunden täglich auf der Frequenz 105.0 Mhz im Raum Linz und Umgebung und auf der Frequenz 102.4 MHz im Gebiet Urfahr West/Eferdinger Becken. Im Liwest- und im WAG-Kabel sind wir zu hören auf 95.6 Mhz und im Internet unter http://www.fro.at/livestream Radio FRO folgen auf... ‣ www.facebook.com/RadioFRO ‣ www.instagram.com/radiofro ‣ www.twitter.com/RadioFRO ‣ www.youtube.com/RadioFROLinz Möglichkeiten zum Mitmachen: ‣ selbst eine Radiosendung machen (lernen) ‣ leistbare Radioworkshops und Radioausbildungen ‣ Mitglied des Redaktionsteams des Infomagazins FROzine des Kultur- und Bildungskanals oder Freundeskreis werden. Werde Radio FRO-Freund*in! Radio FRO Newsletter abbonieren
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Folge vom 16.07.2026Zeichen und Wunder. Der neue Spielplan 2026/27Bereits im Frühsommer fand die Jahrespressekonferenz zum Spielplan 2026/27 am Landestheater Linz statt. Radio FRO war vor Ort im Musiktheater, wo das Motto: Zeichen und Wunder vorgestellt wurde. Zeichen und Wunder – in Zeiten, wo die Krise der Normalzustand geworden ist. In allem vermuten oder lesen wir Zeichen eines bevorstehenden Geschehens, sei es gut oder böse und immer neue Botschaften oder Zeichen, deren Deutung uns nicht gelingt, lässt auf das eine oder andere Wunder hoffen. Unglaubliche Zeiten. Mit der Kunst setzt das Landestheater Linz jedenfalls ein Zeichen, das uns durch die Kunst womöglich die Wirklichkeit besser verstehen lässt. Eröffnet wurde die Pressekonferenz von Landeshauptmann Thomas Stelzer, Geschäftsführer Thomas Königstorfer, Chefdirigent Markus Poschner und Intendant Hermann Schneider, der auch gleich einen Verweis auf eine der großen Aufführungen im neuen Spielplan machte: Lohengrin von Wagner – die Oper feiert am 10. Oktober Premiere: Als der junge Gottfried eines Tages verschwindet, ist es ausgerechnet seine Schwester Elsa, die beschuldigt wird, ihn getötet zu haben. Da niemand an ihre Unschuld glaubt, sieht sie sich mit dem Schlimmsten konfrontiert, als wie aus dem Nichts ein geheimnisvoller Retter erscheint, um für sie einzustehen. Aber dieser namenlose Fremde nutzt das Machtvakuum einer verunsicherten Gesellschaft, um sich selbst zum Quell einer neuen Ordnung zu machen, die nicht infrage gestellt werden kann. Im Schatten der strahlenden Bewunderung für den Helden vergeht die Menschlichkeit, vor allem Elsa gegenüber. So steht Richard Wagners monumentale Oper Lohengrin an der Schwelle zum wagnertypischen Musikdrama und entwickelt in ihrem dichten Netz aus Emotion, Politik und Mysterium einen atemlosen Sog. Die fragile Balance zwischen der aufgeladenen Geschichte des Werks und seiner fast märchenhaften Ausgangssituation macht einen großen Reiz des Lohengrin aus. Damit betraut wird für die Linzer Neuinszenierung Regisseur Michael Schulz, der bereits mit Elektra sein Gespür für Ambivalenzen unter Beweis gestellt hat. Zudem gibt es mit der Neuen Spielzeit zahlreiche Neuerungen am Landestheater: Der große Saal im Musiktheater wurde optimiert und es gibt zahlreiche neue Abonnements, über die sich die Besucher:innen des Landestheaters, das für sie Passende auswählen können, etwa zwischen Premieren-Abos, Glanzstücke Abo, Great Voice Abo, Fixtag-Abos, Brass-Abo, Familien-Abos uvm. Geschäftsführer Thomas Königstorfer hat die anwesenden Mitarbeiter:innen des Landestheaters besonders hervorgehoben und freut sich auf die neue Spielzeit unter noch besseren Bedingungen. In der Sendung zum Neuen Spielplan 2026/27 zu hören sind: Intendant Hermann Schneider, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Geschäftsführer Thomas Königstorfer, Chefdirigent Markus Poschner und die Theatermacher:innen Nele Neitzke, Regie & Leitung Junges Theater, David Bösch, Regie & Leitung Schauspiel sowie Dramaturg Christoph Blitt, die uns Einblicke in neue Produktionen gewähren. SPIELZEIT 2026/27
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Folge vom 16.07.2026Tauben in der StadtTauben sind besser als ihr Ruf und ein harmonischeres Zusammenleben in der Stadt ist möglich. | Die Geschichte der Korruptionsforschung. Tauben in Linz Tauben haben einen schlechten Ruf. Sie seien schmutzig und durch ihren Kot würden Fassaden beschädigt werden. Wenn man sich näher mit den Tieren beschäftigt, dann kann man die meisten Vorwürfe widerlegen. Sabine Auer von der Initiative Streunertauben Linz, die aus dem Verein Streunerkatzen Oberösterreich hervorgegangen ist, erklärt, dass besonders der Kot eigentlich kein Problem sei. Nur durch die falsche Ernährung durch Essensreste oder das Füttern von Brot, komme es zu den sehr nassen, klebenden Ausscheidungen. Wenn Tauben artgerechtes Futter, nämlich Körner, fressen, ist der Kot fest und trocken und lasse sich sehr leicht entfernen. Tauben leben in Städten, weil sie domestizierte Tiere sind, also als Haustiere gehalten wurden. Sie wurden als Brieftauben eingesetzt oder für ihr Fleisch und Eier gehalten. Als die Menschen Tauben nicht mehr benötigten, wurden sie frei- und sich selbst überlassen. Durch die Art und Weise, wie sie gezüchtet wurden, ist der Bruttrieb sehr hoch, sie legen viele Eier über das Jahr verteilt und vermehren sich so unkontrolliert. Ein menschengemachtes Problem also, dass nur durch menschliche Hilfe wieder gelöst werden könne. In Linz gibt es mittlerweile zwei Taubenschläge, einmal an der Johannes Kepler Universität Linz und einen, der von Streunertauben Linz betreut wird. Auer erzählt, dass so um die 200 Tauben dort Futter bekommen. Im Schlag werden auch die Eier durch Plastikeier ersetzt, damit der Taubenbestand etwas kontrolliert wird. Von einem Fütterungsverbot, wie es derzeit in Salzburg herrscht, hält Auer nichts. Tauben würden nur noch verzweifelter nach Essen suchen und dadurch ungeeignetes von der Straße picken, was wiederum zu mehr Verschmutzungen führe. Sabine Auer ist überzeugt, dass mehr Taubenschläge und das kontrollierte Tauschen von Eiern am effektivsten dabei helfen würde, dass Mensch und Tier besser zusammenleben könne. Tauben halten sich dann auch tagsüber mehr im Schlag auf, was bedeutet, dass sie nicht mehr in so großer Zahl in der Stadt erscheinen. Links: Facebookgruppe Streunertauben Geschichte der Korruption Gefälschte Meinungsumfragen, veruntreute EU-Gelder und annullierte rote Karten. Korruptionsskandale machen immer wieder Schlagzeilen. Versuche, gegen Korruption vorzugehen reichen bis in die Antike. Schon das römische Rechtswesen der späten Republik kannte Tatbestände wie Veruntreuung, Unterschlagung und Amtsmissbrauch. Während im Mittelalter Korruptionskritik keine große Rolle spielte, taucht sie im 16. Jahrhundert im Kontext von Staatsbildungsprozessen wieder auf. Herrschende bauten die Verwaltung aus, um ihre Macht zu stärken und gingen gegen korrupte Amtsträger vor. Als sich infolge der Revolutionen in Nordamerika und Frankreich im 19. Jahrhundert die Prinzipien der Rechtsgleichheit und der demokratischen Teilhabe durchzusetzen begannen, wurde Korruptionskritik zu einem Phänomen der Gesamtbevölkerung. Dabei spielte auch die Entwicklung der Medien eine wichtige Rolle. Im 20. Jahrhundert weitete sich Korruptionskritik auch auf den Bereich der Wirtschaft aus, wie entsprechende Paragraphen im Wirtschaftsrecht und Compliance-Regeln belegen. Links: Handbuch Korruptionsforschung Niels Grüne, Biografie und Publikationsverzeichnis Zum Beitrag Headerbild: Streunertauben Linz
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Folge vom 14.07.2026Butoh histories: Seminal and forgotten figures of 1950&1960s JapanIn this episode, Romina Achatz speaks with writer Stephen Barber, author of Films Ghost: Tatsumi Hijikata and the Transmutation of 1960s Japan, about seminal and forgotten figures who shaped the Japanese avant-garde of the 1960s. The conversation focuses especially on filmmakers and the remarkable collaborations between Butoh dancers, photographers, writers, philosophers, and choreographers surrounding Tatsumi Hijikata and Kazuo Ohno. Drawing on his personal encounters, Stephen Barber reflects on meeting many of these extraordinary artists while they were still alive. All of them have since passed away, making his memories a rare first-hand testimony to a generation that profoundly transformed postwar Japanese culture. The episode explores figures including Akiko Motofuji, Hironobu Oikawa, Eikoh Hosoe, Donald Richie, Takahiko Iimura, and Nobuo Ikemiya, as well as key works such as Rose-Coloured Dance, Anma the Masseur, Hiroshi Nakamura’s Super 8 film Revolt of the Body, Donald Richie’s Sacrifice and War Games, and Eikoh Hosoe’s Navel and A-Bombs. The conversation also revisits the Osaka Expo film Birth, filmed on the volcanic landscape of Mount Io in Hokkaido. The episode concludes with a conversation about the importance of archives in preserving the history of Butoh, as Stephen Barber asks Romina Achatz about her own experience visiting the extraordinary private archive and dance studio of the famous choreographer Nakao Ikemiya, the son of Nobuo Ikemiya, who worked with Hijikata and Kazuo Ohno during their recent research in Japan.
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Folge vom 14.07.2026Die Vielfalt des Seins – Renate MoranIch habe eine sehr inspirierende und spannende Malwoche unter der Leitung von Renate Moran in und um Bad Aussee verbracht und dabei Eindrücke gesammelt. Es war schön mitanzusehen, entspannt, intensiv und auch oft meditativ die TeilnehmerInnen diese Zeit erlebt haben. Wieder ein Beweis dafür, wie wertvoll für uns ist, mit Dingen beschäftigt zu sein, welche unseren Geist und all unser Sinne beschäftigen. Wir haben diese Zeit, diese Gegend, diese Motive und Tätigkeiten, sowie die professionelle Begleitung von der Künstlerin Renate Moran in jeder Phase genossen. Dabei ist aber auch diese Sendung entstanden. Sie soll anregen tätig zu sein. Tätig zu sein mit vielleicht neuer, vielleicht aber auch schon länger ersehnter Freizeitgestaltung.