Bahn fahren ist oft mit ärgerlichen Verspätungen verbunden, Begegnungen mit dem Zugpersonal sind nicht immer erfreulich. Umgekehrt fühlen sich viele Menschen, die im Zug arbeiten auch nicht immer wohl dabei - umso schöner, dass es Menschen gibt, die mit Leidenschaft dafür arbeiten, dass wir gut von A nach B kommen. Die Allianz Pro Schiene kürt jedes Jahr besonders engagierte Eisenbahner. Und der Sieger in diesem Jahr scheint besonders für seinen Beruf zu brennen, denn er bekommt heute abend in Potsdam vom Verband nicht nur die Auszeichnung „Eisenbahner mit Herz“ verliehen, sondern ist in einer Online-Abstimmung auch „Publikumsliebling“ geworden. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex erzählt Ronald-Phillip Tolkiehn, der für das Zugunternehmen Arverio Baden-Württemberg arbeitet, was ihm besonders gut an seinem Beruf gefällt. So viel sei verraten: Es muss etwas mit Herz zu tun haben, denn einmal ist es sogar schon vorgekommen, dass ein gestrandetes Ehepaar von Herrn Tolkiehn persönlich mit dem Auto heimgebracht wurde.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 16.04.2026Eisenbahner mit Herz: Eine Auszeichnung zum Schmunzeln
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Folge vom 16.04.2026Schwarzwald: Wie ein ganzes Dorf zum Hotel wirdEin afrikanisches Sprichwort sagt es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und im Schwarzwald heißt es jetzt, es braucht ein ganzes Dorf, um Touristen zu beherbergen. Heide Glasstetter ist Projektleiterin bei der Schwarzwald Tourismus GmbH. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex erklärt sie, wie das laufen soll: Wer in den Schwarzwald reist, um sich zu erholen, zu wandern, die gute Luft und die Aussicht auf Wälder, Täler und Gipfel zu genießen, bleibt nicht wie gewohnt in einem Hotel und bekommt dort unter einem Dach Frühstück, Bett, Wellness und noch mehr. Sondern es kann je nach Dorf an einer Stelle eine Übernachtung sein – vielleicht in einem traditionellen Fachwerkhaus, vielleicht auf einem Bauernhof – und das Frühstück oder andere Mahlzeiten können unter demselben Dach sein, oder auch in einem Café oder in einem Gasthof. Unterm Strich sollen sich alle über mehr Erlebnisse freuen können, so der Plan der fünf Orte, die dabei mitmachen. Teil der Idee ist auch, dass schon bestehende Betriebe einbezogen werden – damit das Dorf nicht zu einer Art Freizeitpark wird. Vorbild für das Modell ist Italien mit dem Projekt "albergo diffuso", das entlegene und manchmal verlassene Dörfer wiederbeleben sollte.
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Folge vom 16.04.2026Inflation außer Kontrolle? Warum Notenbanken jetzt im Dilemma steckenSteigende Energiepreise durch den Krieg im Nahen Osten treiben die Inflation an und stellen Notenbanken vor große Herausforderungen. Denn gegen teures Öl, Gas oder Düngemittel können sie direkt wenig ausrichten. Wirtschaftsexperte Henrik Müller erklärt: Entscheidend sei vor allem, die Erwartungen der Menschen im Griff zu behalten. Wenn alle dauerhaft mit steigenden Preisen rechnen, könne sich die Inflation festsetzen.
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Folge vom 16.04.2026Kostenlos und vielleicht Pflicht: Was sich für Kindergärten in Baden-Württemberg alles ändern sollIn Baden-Württemberg wollen Grüne und CDU das letzte Kindergartenjahr kostenfrei machen und perspektivisch sogar verpflichtend. Ziel: bessere Startchancen für Kinder beim Übergang in die Grundschule. Dort kommen laut Grundschulverband immer mehr Kinder mit Schwierigkeiten an. Viele Kinder starten mit Defiziten "Die Erstklässler kommen zunehmend mit einer Fülle von Schwierigkeiten in die Grundschulen", sagt Edgar Bohn, Geschäftsführer des Grundschulverbands Baden-Württemberg. Probleme gebe es etwa bei Sprache, sozialem Verhalten und grundlegenden Fähigkeiten. Ein verpflichtendes Kita-Jahr könne hier helfen, allerdings nicht als klassische Vorschule. Statt Arbeitsblättern gehe es um praktische Erfahrungen: draußen spielen, Dinge ausprobieren, miteinander sprechen und Konflikte lösen. Gerade Kinder aus bildungsferneren Familien könnten so besser erreicht werden. Bohn sieht darin einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit. Offen bleibt jedoch die Finanzierung. Denn ein verpflichtendes und gleichzeitig beitragsfreies Kita-Jahr würde das System deutlich ausweiten.