In Romans-sur-Isère ist nichts mehr, wie es war. Seit der 16-jährige Thomas Mitte November auf einem Dorffest im Umland erstochen und mehrere andere Jugendliche zum Teil schwer verletzt wurden, ist die Stadt zum Symbol für den sogenannten „Krieg der Zivilisationen“ geworden. Denn es heißt, es seien maghrebinische Jugendliche aus einem Problemviertel von Romans-sur-Isère gewesen, die in dem Dorf „Jagd auf weiße Franzosen“ gemacht hätten. Die Polizei stützt diese These bisher nicht. Rechtspopulistische Parteien sprechen von anti-weißem Rassismus; der Regierungssprecher warnte davor, dass die Gesellschaft zu kippen drohe. Julia Borutta war vor Ort und hat versucht zu ergründen, wie es so weit kommen konnte.
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Folge vom 05.02.2024„Anti-weißer Rassismus“ in Frankreich?
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Folge vom 05.02.2024Hotel wird zum Grab und Symbol des Erdbeben-DramasTausende Menschen starben am 6. Februar 2023 bei dem Erdbeben in der Türkei. In Adiyaman im Südosten klafft seitdem mitten in der Stadt eine große Wunde, ein leerer Bauplatz – hier stand das Sterne-Hotel Isias, welches wie ein Kartenhaus zusammengefallen war. 72 Menschen kamen hier ums Leben, drunter 26 Kinder aus Nordzypern. Vor einem Monat nun hat der Prozess gegen den Eigentümer des Hotels und gegen weitere Bauverantwortliche begonnen. Ein Kontext unserer Türkei-Korrespondentin Karin Senz.