Die Bayern sind bekanntlich ein Mischvolk. Historisch verbürgt ist, dass Männer aus dem heutigen Maghreb als Truppenkommandanten am Limes stationiert waren. Aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. stammen die ersten bayerischen Darstellungen von afrikanischen Männern im Alpenvorland. 304 wird auf einer Lechinsel bei Augsburg Afra, "die Afrikanerin" verbrannt, Sie ist die erste christliche Märtyrerin nördlich der Alpen. Coburg trägt den sogenannten "Mohren" im Stadtwappen ebenso wie Pappenheim in Mittelfranken. Auch im Wappenschild Papst Benedikts XVI. taucht ein gekrönter Mohr auf, das "Caput Aethiopum", seit 1300 Herrschaftszeichen der Bischöfe von Freising. Wie und warum der Kopf eines Afrikaners zum Wappenschild eines bayerischen Bischofs wurde, ist bis heute nicht geklärt. Etwa zur gleichen Zeit setzt in Altötting auch der Kult um die "schwarze Madonna" ein, der vermutlich jahrtausendealte spirituelle Traditionen um schwarze Muttergöttinnen wiederbelebt. Maximiliane Saalfrank und Thies Marsen haben sich auf eine Zeitreise durch 2000 Jahre bayerischer Geschichte gemacht, mit bayerischen Schwarzen und schwarzen Bayern gesprochen und dabei viel über Bayern gelernt. Feature von Maximiliane Saalfrank und Thies Marsen
Regionales
Zeit für Bayern Folgen
"Zeit für Bayern" bietet die Gelegenheit, alle Regionen Bayerns näher kennen zu lernen und neu zu erfahren. Akustische Reisen zu Interessantem und Unbekanntem, zu Neuentdecktem und Altbewährtem. "Zeit für Bayern" ist bayerisches Leben und bayerisches Lebensgefühl abseits aller Klischees. Für Bayern - und alle, die es werden wollen. "Zeit für Bayern" - sollte jeder haben!
Folgen von Zeit für Bayern
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Folge vom 12.06.2011Afra, Hofmohr, Negerkuss - 2000 Jahre schwarze Menschen in Altbayern
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Folge vom 05.06.2011Bayern genießen - Magazin "Duft genießen" - Das Duftparadies auf dem heimischen BalkonWir Menschen sind halt Geruchswesen. Denn der Geruchssinn ist wahrscheinlich der älteste aller fünf Sinne des Menschen. Der entsprechende Nerv sitzt in unmittelbarer Nachbarschaft der Stirnhöhle mit, wenn man so will, Direktanschluss ans Hirn. Das ist auch der Grund, warum uns manche Düfte noch nach Jahren so urtümlich bekannt anrühren. Und letztlich auch, warum wir aus Blumen und Blüten Parfums aller Art kreieren. Es gibt Pflanzen, die sind quasi Spezialisten für schönen Duft, den sie - ganz ohne die Hilfe der Destille - noch im lebenden Zustand von sich geben. Mit ihnen lässt sich sogar aus dem Balkon ein duftendes Frühlingsparadies machen. Ein Beitrag von Anja Salewsky.
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Folge vom 05.06.2011Bayern genießen Magazin "Lust auf Duft" Der Duft von SchnupftabakDüfte sind Genuss für die Nase. Als Aromen begleiten sie praktisch alles was wir zu uns nehmen. Beim Genussmittel Tabakrauch wird deutlich, wie sehr riechen und schmecken zusammenhängen. Obwohl der Raucher den Rauch vor allem mit dem Mund aufnimmt und er auch behaupten wird, dass ihm der Rauch schmeckt, geht dieses Schmecken vor allem durch die Nase. Es gibt nur ein Genussmittel, das ganz ausschließlich für die Nase und den Geruchssinn da ist: Schnupftabak. Der hat quasi seine Heimat in Ostbayern. Der größte Schnupftabakhersteller der Welt sitzt in Geisenhausen bei Landshut, die älteste deutsche Schnupftabakfabrik findet sich in Regensburg. Und überall wird geschnupft und geschnüffelt, was das Zeug hält.
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Folge vom 05.06.2011Magazin "Duft genießen" - in den HeckerwirtschaftenImmer der Nase nach. Das fällt besonders leicht, wenn man mit dieser Nase einem guten Duft nachgehen kann. Und, Hand aufs Herz, was gibt's besseres als an einem Garten vorbeizugehen, wo gegrillt wird oder ein Biergarten oder der mainfränkische, weinselige Ableger davon: Die Heckerwirtschaft. Hier, zum Beispiel in Thüngersheim und Retzbach am Main, ist ein intensives Duft- und Geschmackserlebnis garantiert. Den entsprechenden Appetit holt man sich zum Beispiel beim Radeln zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen - ein Naturerlebnis mit allen Sinnen.