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NachrichtenKultur & Gesellschaft

Auf den Tag genau

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.

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Folgen von Auf den Tag genau

1932 Folgen
  • Folge vom 16.09.2022
    Die Katastrophe von Smyrna II
    In Griechenland heißen die Vorgänge bis heute ‘Kleinasiatische Katastrophe‘, in der Türkei etwas lapidar ‘Brand von Izmir‘: Drei Tage nachdem die türkischen Truppen die von griechischem Militär verlassene multikulturell geprägten Hafenstadt am 9. September 1922 eigenommen hatten, kam es dort zu einem gewaltigen Feuer, das diese in weiten Teilen, namentlich die von Armeniern und Griechen bewohnten Stadtviertel, dem Erdboden gleichmachte. Zwischen 10.000 und 125.000 Menschen – genauer sind die Schätzungen bis heute nicht – fanden hier den Tod, die überlebenden Angehörigen der christlichen Minderheiten verließen, wenn sie konnten, die Stadt und beendeten in der Konsequenz ihrer Flucht über 2500 Jahre griechischer Geschichte an der ionischen Küste. Die Korrespondentennetze der Berliner Tageszeitungen reichten vor einhundert Jahren augenscheinlich nicht bis in diesen Winkel der Welt. Deshalb ringt man hier auch noch Tage nach Beginn des Infernos, am 16. September, mit Hilfe britischer und französischer Agenturmeldungen um ein Bild von der Situation, das das Ausmaß des Schreckens mittlerweile aber zumindest erahnen lässt. Es liest Paula Leu.
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  • Folge vom 15.09.2022
    Holländische Fahrt
    Die Berliner Gemäldegalerie ist im Besitz mehrerer Gemälde des niederländischen Malers Frans Hals, und steht man dort etwa vor der „Malle Babbe“ mit ihrer Eule auf der Schulter und dem Bierkrug in der Hand, so kommt man nicht auf den Gedanken, dass es noch nicht so lange her ist, dass diesem Maler keine so große Aufmerksamkeit zuteil wurde und so manches Werk, das unbeachtet in einem öffentlichen Gebäude hing, erst gesäubert, restauriert und in Museen der kunstinteressierten Öffentlichkeit zugängig gemacht wurde. Max Osborn reiste für die Vossische vom 15. September 1922 durch die Niederlande. Was als eine atmosphärische Beschreibung des Landes beginnt, entpuppt sich als der gezielte Besuch des neuen Frans-Hals-Museums in Haarlem, bei dem er geduldig einen Türklopfer betätigen muss, damit ihm aufgemacht wird. Frank Riede schleicht sich für uns mit hinein.
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  • Folge vom 14.09.2022
    Käthe Miethe: Hamsterfragen
    Wir erinnern uns alle an die leeren Regale des ersten Pandemie-Lockdowns. Hamsterkäufe sorgten für Mangel an Toilettenpapier, Mehl und Hefe – damit konnten die glücklichen Käufer und Käuferinnen den ganzen Zyklus der Brotproduktion, Verspeisung und Ausscheidung autark und bequem gewährleisten. Worüber viel, und auch soeben an dieser Stelle, gespottet wurde, hatte 1922 dann doch viel ernstere Hintergründe. Die wirtschaftliche Krise, die rasante Inflation, rechtfertigtenß schon eher den Einkauf von Grundnahrungsmitteln in größeren Mengen, bevor sich, oftmals nur Stunden später, ihr Kaufpreis vervielfachte. Schon 1922 sprach man - und in dieser Folge konkret Käthe Miethe in der Deutschen Allgemeinen Zeitung vom 14. September von „Hamsterkäufen“. Es liest Paula Leu.
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  • Folge vom 13.09.2022
    Das Wirtshaus Altösterreichs
    Das Gasthaus Stelzer im damaligen Wiener Vorort Rodaun war eine Institution in Altösterreich – die konsequenterweise mit dessen Ende 1918 auch die seinen Pforten schloss. Der ihm gewidmete Bericht aus dem Berliner Lokal-Anzeiger vom 13. September 1922 schwelgt somit bereits in K.u.k.-Nostalgie, wenn er das Stelzer, sein Dekor, sein Publikum und seine Ahornbäume in seiner alten Form noch einmal wiederaufleben lässt. Ein interessantes Kapitel des Hauses blendet der Text dabei indes interessanterweise aus: Das Stelzer fungierte während der Weltkriegsjahre als offizielles österreichisch-ungarisches Kriegspressequartier und damit unter anderem auch als Wirkungsstätte hier zum Dienst verpflichteter Künstler wie Franz Werfel, Robert Musil oder Hugo von Hofmannsthal, der praktischerweise in Rodaun eh wohnte. Oder um es mit Karl Kraus zu sagen: „Man hatte die Presse nach Rodaun verlegt, um dem Herrn von Hofmannsthal mit der Front entgegenzukommen.“ Für uns reist Frank Riede nach Kakanien.
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