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NachrichtenKultur & Gesellschaft

Auf den Tag genau

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.

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Folgen von Auf den Tag genau

1932 Folgen
  • Folge vom 09.04.2022
    Für eine Abschaffung des § 175
    Der Paragraph 175, der in seiner Fassung von 1871 die Zitat: „widernatürliche Unzucht, welche zwischen Personen männlichen Geschlechts“ Zitat Ende, unter Strafe stellte, bestand in Abwandlungen bis 1994 fort und ist damit ein dunkles Kapitel der westdeutschen Nachkriegs-Rechtsordnung – zumal die Rehabilitierung der zwischen 1945 und 1994 Verurteilten noch bis 2017 auf sich warten ließ. Heute betreibt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Hotline für Betroffene und bietet Entschädigungen für die Opfer des Paragraphen 175 an. Dass der Paragraph juristisch höchst fragwürdig war, war schon vor hundert Jahren offenkundig und Versuche ihn abzuschaffen wurden regelmäßig unternommen. So lesen wir in der liberalen Berliner Volks-Zeitung vom 9. April eine klare Stellungnahme gegen den Paragraphen, die die Menschenverachtung der Justiz, die den Paragraphen zur Anwendung brachte, herausstreicht, die Chancen auf eine Abschaffung aber, leider realistisch, als nicht sehr hoch einschätzt. Wir bringen dieses spannende Zeitdokument, obgleich die Bezeichnungen der Homosexuellen sowie die Ausführungen zu ihrer sexuellen Orientierung für heutige Standards zu Recht als diskriminierend zu betrachten sind. Wir folgen der Argumentation eines Autors, der deutlich für die Rechte der Homosexuellen eintritt, es aber nicht als Widerspruch empfindet, zugleich Deutschland gegen den Vorwurf aus dem Ausland zu verteidigen, die Zahl der Homosexuellen sei in Deutschland besonders hoch. Frank Riede macht dessen Text für uns hörbar.
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  • Folge vom 08.04.2022
    Vor der großen Konferenz von Genua
    Friedensverträge gab es nach dem Ersten Weltkrieg eigentlich zur Genüge; da aber jedes Papier immer neue Probleme und Konflikte potenzierte, stapelten sich auch im Frühjahr 1922 die Konferenzen, von denen man sich endlich stabile politische Verhältnisse in Europa erhoffte. Nach weitegehend ergebnislosen Verhandlungen im Januar in Cannes kam man ein Vierteljahr später in noch größerer Runde, das hieß vor allem erstmals auch wieder unter russischer Beteiligung gut zweihundert Kilometer nordostwärts auf italienischer Seite in Genua erneut zusammen, um das durch den Krieg nach wie vor verheerte Wirtschafts- und Finanzleben auf dem Kontinent neu zu organisieren. Bereits vor der großen Politik waren ungezählte Pressevertreter vor Ort eingetroffen, die vor Beginn der Verhandlungen schon einmal einfahrende Züge mit Kongressdelegierten und die diese erwartenden Luxus-Hotels besichtigen. Für uns dabei waren die Berliner Morgenpost vom 8. April 1922 – und Paula Leu.
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  • Folge vom 07.04.2022
    Kreationisten vs. Darwin
    Die Darwinsche Evolutionstheorie könne nicht zutreffen, da sie der biblischen Menschheitsgeschichte widerspricht, derzufolge, die Menschen vor wenigen tausend Jahren mit den Dinosauriern zusammenlebten, ehe diese durch die Sintflut beseitigt wurden. Dies behauptet der sogenannte Kreationismus, der auch aktuell für eine Verbannung von Darwin aus den Lehrplänen amerikanischer Schulen kämpft und seine Ansichten in einem riesigen Themenpark in Kentucky, in dem ein maßstabsgetreuer Nachbau der Arche Noah steht, zu veranschaulichen und zu beweisen versucht. Nahezu mit genau diesen Argumenten fand dieser Konflikt um die Bildung der Kinder schon vor 100 Jahren statt. Der Vorwärts berichtet am 7. April 1922 von dem Feldzug des Politikers der Demokratischen Partei William Bryan gegen Darwin. Frank Riede gibt uns Einblick in diesen Jahrhundertkampf zwischen der einzig „wahren, göttlichen Wissenschaft“ und den „schändlichen“ Naturwissenschaften.
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  • Folge vom 06.04.2022
    Frühling auf der Müritz
    Wer ist Leila? Wem gehört der Schnauzer Mimili? Und wen überhaupt umfasst das ‘wir‘, von dem hier ständig die Rede ist? Viele Fragen, die unser heutiger, sehr literarischer Text vom „Frühling auf der Müritz“ aus dem Berliner Tageblatt vom 6. April 1922 aufwirft, beantwortet er selbst nicht. Dennoch oder gerade deswegen vermittelt er dichte atmosphärische Eindrücke vom streckenweise offensichtlich noch recht kalten Vorfrühling des Jahres 1922 an der Mecklenburgischen Seenplatte, die wir unserer Podcast-Community nicht vorenthalten wollen. Sein Autor Fred Hildenbrandt war in den 1920er Jahren hochgeschätzter Feuilletonchef des Berliner Tageblatts. Nach 1933 machte er dann eher mit heroischer Erinnerungsprosa an den Ersten Weltkrieg und Drehbüchern zu NS-Propagandafilmen von sich reden. Es liest Paula Leu.
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