Wenn man so manchem Parteifreund Donald Trumps Glauben schenkt, dann ist es in den meisten US-Städten lebensgefährlich, den Fuß auf die Straße zu setzen. Gleich nach dem Dauerbrenner Migration werden die Republikaner die angeblich ausufernde Kriminalität in den Städten zu ihrem Hauptwahlkampfthema machen. Schon Trump hatte als Präsident behauptet, in den von Politikern der Demokraten regierten Ballungsräumen sei die Sicherheit der Bevölkerung kaum mehr gewährleistet. Tatsächlich aber sind es die mittelgroßen Städte, die die Kriminalitätsstatistiken anführen. Ganz oben St. Louis, die Hauptstadt von Missouri. Dicht gefolgt von Birmingham, Alabama, und Baltimore, Maryland. Wie aber erklärt sich die tatsächlich hohe Kriminalitätsrate? Vor allem aber: Welchen Handlungsspielraum haben Präsident und Regierung in Washington? ARD-Korrespondent Sebastian Hesse berichtet.

Nachrichten
Breitengrad Folgen
48°8' Nord - das ist der Breitengrad, auf dem München liegt. Für den Podcast "Breitengrad" gilt: kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich. Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.
Folgen von Breitengrad
215 Folgen
-
Folge vom 28.06.2024Mit Angstmache auf Stimmenfang: US-Republikaner setzen auf das Reizthema Kriminalität in den Städten
-
Folge vom 21.06.2024Portugal: 50 Jahre Nelkenrevolution und die Rolle der MusikPortugal begeht in diesem Jahr 50 Jahre Nelkenrevolution, und damit das Ende der Diktatur. Die Feierlichkeiten haben schon 2022 begonnen und dauern insgesamt vier Jahre, bis 2026. Dann steht das nächste Jubiläum an: Das Inkraftreten der Verfassung sowie die erste demokratische Parlamentswahl jähren sich zum 50. Mal. Die Musik spielte für die unblutige Revolution eine wichtige Rolle. Etwa das Lied "E depois do adeus" (deutsch: "Und nach dem Abschied") von Paulo de Carvalho (Portugals Beitrag beim Grand Prix d'Eurovision 1974). Gerade einmal drei Punkte gab es für das Lied, das eine Revolution auslösen sollte - die Nelkenrevolution. Am 24. April 1974 wurde es in der Nacht "E depois do adeus" im portugiesischen Rundfunk gespielt, als erstes Geheimsignal an die aufständischen Truppen, kurz darauf bestätigt durch das Abspielen von "Grândola, vila morena" des antifaschistischen Sängers José Afonso, bis heute so etwas wie die Hymne der Nelkenrevolution. ARD-Korrespondentin Franka Welz ist der Rolle der Musik für Portugals Nelkenrevolution nachgegangen.
-
Folge vom 14.06.2024Japans Hommes fatale - wie Hosts Frauen in Abhängigkeit bringen könnenIn Japan haben so genannte Unterhaltungsclubs eine lange Tradition. In den einen plaudern Hostessen mit Männern, in den anderen männliche Hosts mit Frauen. Billig war das Vergnügen für die Gäste nie, doch seit der Coronapandemie hat sich das Geschäft stark verändert. Frauen verschulden sich für ihren männlichen Liebling in so rasanter Art und Weise, dass sie manches Mal am Ende anschaffen gehen oder Eltern ihre Töchter freikaufen müssen. Die Opfer werden offensichtlich einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen. Und das im beschaulichen Japan. ARD-Korrespondentin Kathrin Erdmann war in einem Club, hat mit Insidern und Betroffenen gesprochen.
-
Folge vom 05.06.2024Der Fall Nofretete – Kontroverse um ein JahrhundertfundstückVor 100 Jahren, am 1. April 1924, wurde sie das erste Mal in Berlin öffentlich ausgestellt - die Büste der Nofretete. Wie sie von der Ausgrabungsstätte in Ägypten in die deutsche Hauptstadt gekommen ist und ob sie dort rechtmäßig steht, darum tobt ein oft emotionaler Streit. Die Deutschen sollen sie unrechtmäßig aus Ägypten gebracht haben, das ist der Vorwurf. Klar ist, dass ihr Entdecker es recht eilig hatte, sie nach Berlin zu bringen und Interesse daran hatte, dass alles ohne großes Aufsehen vonstattengeht. Manche Expert:innen sind sogar überzeugt, dass damals falsche Angaben gemacht und geltende Bestimmungen umgangen wurden. Doch in Berlin will man von all dem nichts wissen - die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die Büste der Nofretete rechtmäßig im Neuen Museum steht. ARD-Kairo Korrespondent Thilo Spanhel hat sich auf die Spur gemacht.