Am 25. Mai 2020 wurde in Minneapolis der Afroamerikaner George Floyd bei einem Polizeieinsatz getötet. Der gewaltsame Tod des 46jährigen hatte nicht nur in den USA landesweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst. Die Proteste, die Gewalt und die Debatte über Rassismus waren für viele Amerikaner verstörend. Sie kamen vermutlich aber für niemanden überraschend. Mittlerweile hat das Gericht von Minneapolis den Ex-Polizisten Derek Chauvin schuldig gesprochen. Das grundsätzliche Problem bleibt dennoch. Und damit auch die schwierige Auseinandersetzung zwischen dem neuen, liberal ausgerichteten und dem alten, vom Rassismus geprägten Amerika. Torsten Teichmann über den problematischen Umgang mit der Geschichte des Rassismus in den USA.
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48°8' Nord - das ist der Breitengrad, auf dem München liegt. Für den Podcast "Breitengrad" gilt: kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich. Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.
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Folge vom 21.05.2021Ohne Wahrheit keine Veränderung - Ein Jahr nach dem Mord an George Floyd
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Folge vom 15.05.2021Mit Apps und Atomkraft - Finnlands Kampf gegen KlimawandelDie Ziele sind denkbar hochgesteckt: bis 2029 will Finnland komplett aus der Kohleenergie aussteigen und bis 2035 klimaneutral werden. Smarte IT-Lösungen sowie alternative Energiegewinnung sollen dabei helfen. Gleichzeitig setzt das Land aber auch auf Atomkraft - für die Finnen kein Widerspruch. Christoph Kersting über Finnlands Kampf gegen den Klimawandel.
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Folge vom 12.05.2021Die Re-Islamisierung der Hagia SophiaSie ist das Wahrzeichen Istanbuls: die Hagia Sophia. Knapp 1000 Jahre lang galt sie als die prächtigste Kirche des christlichen Ostens. Mit der osmanischen Eroberung Konstantinopels im 15 Jahrhundert wurde Hagia Sophia zur Moschee. Auf Initiative von Kamal Atatürk wurde sie in den1930er Jahren schließlich zum Museum umfunktioniert. Auf Anordnung des heutigen türkischen Präsidenten Erdogan wird Hagia Sophia seit letztem Jahr wieder als Moschee genutzt. Türkisch-islamistische Kräfte feiern dies als Stärke des Islams. Unter orthodoxen Christen indes herrscht Empörung. Karin Senz und Thomas Bormann über die Re-Islamisierung des Weltkulturerbes - Hagia Sophia.
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Folge vom 07.05.2021Auf der Route Napoleon - Frankreich im 200. Todesjahr des KaisersNapoleon, der Eroberer, Reformer, Aufklärer und Politiker wird bis heute in Frankreich geschätzt und verehrt. Aber er ist auch umstritten: In den französischen Medien wird darüber debattiert, wie kolonialistisch und rassistisch Napoleon war. So hat er Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz statt Feudalismus gebracht, aber Europa auch mit Krieg überzogen und die Sklaverei wieder eingeführt. Napoleons Erbe wirkt an vielen Orten in Frankreich nach, so auch auch auf der "Route Napoleon" die er 1815 aus der Verbannung von Elba kommend zurück nach Paris nahm.