Ständig benutzen Menschen Boden und bemerken ihn kaum, sagt Alexandra Toland, Professorin für Arts und Research an der Bauhaus-Universität in Weimar. Wir laufen und fahren auf ihm herum, bepflanzen und versiegeln ihn, Menschen ernten, baggern und begraben. Dabei ist uns der Boden dieser Tatsachen über Jahrhunderte immer fremder geworden. Als Künstlerin und Ingenieurin für Landschaftsplanung arbeitet Alexandra Toland daran, das zu ändern.Geboren in Boston, hat Alexandra Toland Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik studiert. Hat einen Ingenieurabschluss und Doktortitel in Landschaftsplanung. In ihrer Freizeit ist sie Imkerin, Wurmkompostiererin, Hobbyförsterin und Vogelbeobachterin.Ihre Kunst dreht sich um Bodenschutz, Luftverschmutzung und das Anthropozän. Dabei erforscht sie, was in alltäglichen Böden steckt. Wieviel Geschichte, soziale und ökologische Beziehungen. Wie Erde, Vegetation, Luft und Tierwelt zusammenhängen. Für diesen MDR KULTUR Diskurs wühlen Alex Toland und Carsten Tesch im Staub, schauen dem Boden unter den Belag, um dort auf wenigen Metern die komplexe Haut der Erde zu entdecken.
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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Folge vom 19.07.2025Die fremde Haut der Erde - Die Bodenkünstlerin Alexandra Toland im Gespräch mit Carsten Tesch