Sie war Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Lebenskünstlerin, Protagonistin des Leipziger Expressionismus und eine der ersten zugelassenen Studentinnen in Leipzig: die 1867 in Wien geborene und 1941 im sächsischen Bräunsdorf gestorbene Elsa Asenijeff. Zu Gast im MDR KULTUR Diskurs ist Margret Greiner, die mit "In mir tobt und brodelt stets etwas Gefährliches - das Leben der Elsa Asenijeff" (btb Verlag) die erste Biografie dieser bemerkenswerten Frau vorgelegt hat. Wieso wurde diese um 1900 in Leipzig so gefeierte Autorin vergessen? Heute steht sie im Schatten ihres berühmten Geliebten, des Bildhauers und Malers Max Klinger – aus dem sie Margret Greiner vehement herausholen möchte. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie von der literarischen Kunst und exzentrischen Persönlichkeit der Asenijeff, wie die amour fou mit Max Klinger zustande kam und zu Ende ging, wie es dazu kam, dass diese Frau ihre letzten Lebensjahrzehnte in der geschlossenen Heilanstalt verbrachte.Verfügbar bis 20. September 2026
Kultur & GesellschaftTalk
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
Folgen von MDR KULTUR Diskurs
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Folge vom 20.09.2025Kommen Sie mir nicht mit Muse! – Das Leben der Elsa Asenijeff
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Folge vom 13.09.2025Die Rückkehr des Kolonialismus in der digitalen ModerneVon den aktuellen KI-Debatten systematisch ausgeblendet, arbeitet hinter den smarten Oberflächen der Künstlichen Intelligenz ein Heer von Geisterarbeitern im globalen Süden. Menschen, die über Outsourcing Plattformen zu minimalen Löhnen und ohne Arbeitnehmerrechte ausgebeutet werden. Im Innenleben der smarten Geräte spiegeln sich die Rohstofflieferketten früherer Jahrhunderte. Selbst hinter digitalen Anwendungen für die Landwirtschaft steckt oft moderne Sklavenarbeit. Der Tech-Journalist Ingo Dachwitz und der Globalisierungsexperte Sven Hilbig beschreiben die dunkle Seite von KI-Revolution und Industrie 4.0. Dafür nutzen sie das Konzept des "Digitalen Kolonialismus", dass Aktivistinnen und Aktivisten in Afrika und Asien entwickelt haben. Im Gespräch mit Carsten Tesch beschreibt Ingo Dachwitz wie Tech-Konzerne und Großmächte gerade erneut dabei sind, die Welt unter sich aufzuteilen. Er zeigt aber auch, wie sich Widerstand dagegen formiert.Das Buch "Digitaler Kolonialismus" von I. Dachwitz und S. Hilbig war in diesem Jahr für den deutschen Sachbuchpreis nominiert.Das Gespräch, dass Carsten Tesch mit Ingo Dachwitz führt, ist bis zum 13. September 2026 verfügbar.
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Folge vom 06.09.2025Wir sind nicht allein. Emma Braslavsky im Gespräch mit Bettina BaltschevDie Schriftstellerin Emma Braslavsky hat schon mehrere im besten Sinne fantastische Romane, Geschichten und Hörspiele darüber verfasst, wie sich einerseits Zeit und Raum überwinden lassen und andererseits die Künstliche Intelligenz tief in unser Leben eingreifen könnte. Dabei erweisen sich ihre Geschichten als besonders hell- und weitsichtig. So handelt ihr bereits 2019 erschienener Text "Ich bin dein Mensch" von der Liebesbeziehung einer echten Frau mit einem humanoiden Roboter und wurde 2021 von Maria Schrader erfolgreich verfilmt.In ihrem jüngsten Roman "Erdling" wiederum macht sich eine Berlinerin auf die Suche nach der vermutlich von Außerirdischen entführten Sahra Wagenknecht und reist ihr durch Zeit und Raum hinterer. Nun ist Emma Braslavsky für ihr experimentelles und originelles Werk mit dem Thüringer Literaturpreis 2025 ausgezeichnet worden. Im Gespräch mit Bettina Baltschev spricht Emma Braslavsky über ihren Lebensweg und ihr Faible für fremde Welten und Quantenphysik.Verfügbar bis 06.09.2026
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Folge vom 23.08.202510 Jahre "Wir schaffen das" – Eine BilanzEs gibt diese Sätze in der Politik, die in die Geschichte eingehen. Sätze, die im kollektiven Gedächtnis der Republik gespeichert sind, weil sie über den Moment hinaus etwas bedeuten. Dazu gehört auch der Satz von Bundeskanzlerin Merkel am 31. August 2015 vor laufenden Kameras: "Wir schaffen das!" Es war ein Satz, der die einen motivierte, sich für die ankommenden Flüchtlinge zu engagieren, um zu zeigen, dass wir eine humane Gesellschaft sind, die Menschen in Not hilft und die es begrüßte, dass wir Deutschen uns das zutrauten. Die anderen zeigten sich entsetzt. Für sie wurde diese Aussage zum Synonym für ein falsches Staats- und Nationenverständnis. Die darin Kontrollverlust mit weitreichenden Folgen sahen und sich mit vielerlei Entwicklungen seither bestätigt fühlen. Es ist ein Satz, der zehn Jahre später immer noch nachhallt und der die deutsche Gesellschaft tief gespalten hat. Darüber spricht MDR KULTUR-Redakteur Max Waibel mit dem österreichischen Migrationsforscher Gerald Knaus. Er nahm mit dem sogenannten "Flüchtlings-Deal" mit der Türkei den Druck aus der Wanderungsbewegung nach Deutschland.Verfügbar bis 23. August 2026