Wer in den 1950er-Jahren als Säugling in einem Heim aufwuchs, hat eine deutlich kürzere Lebenserwartung als die Allgemeinbevölkerung. Das ist das Resultat einer neuen Langzeitstudie.
Bis weit ins 20. Jahrhundert war es in der Schweiz gängige Praxis, Säuglinge unverheirateter oder sehr junger Mütter ausserfamiliär unterzubringen.
Eine aktuelle Langzeitstudie zeigt nun, dass viele dieser Kinder ohne Zuwendung, Nähe und ein anregendes Umfeld in den ersten Lebensjahren geblieben sind. Dies führt häufiger zu riskanten und gesundheitsschädigenden Bewältigungsstrategien und dadurch zu einer erhöhten Sterblichkeit und einer deutlich kürzeren Lebenserwartung.
FeatureRegionalesTalk
Treffpunkt Folgen
Die Live-Sendung auf Radio SRF 1 am Vormittag ist ein radiophoner Treffpunkt, der Meinungen, Geschichten, Erfahrungen und Emotionen aus dem Alltag und dem Leben des Publikums aufgreift. Wir sind dort, wo Menschen sich treffen und bringen Menschen zusammen. Das Publikum kann während der Sendung etwas lernen, sich unterhalten und sich selbst beteiligen: direkt in der Sendung und im Internet.
Folgen von Treffpunkt
100 Folgen
-
Folge vom 05.05.2026Frühe Heimunterbringung senkt Lebenserwartung
-
Folge vom 04.05.2026Konfliktpotenzial SchwiegerelternLaut Studien sind rund ein Drittel der Beziehnungen zu den Schwiegereltern mit einem Konflikt behaftet. Die Zahl gilt sowohl für Männer und auch für Frauen. Während die Schwiegermutter- Schwiegertochter- Beziehung grundsätzlich störanfälliger ist, ist das Verhältnis zum Schwiegervater viel weniger belastet. Der Schwiegervater gilt eher als das unbekannte Wesen. Die Schwiegermutter soll helfen wenn man Sie braucht aber sich sonst nicht einmischen. Warum ist das Verhältnis zu den Schwiegereltern oft so schwierig? Die Geschichte der Beziehung zu den Schwiegereltern und Lösungsansätze zum Thema im Treffpunkt.
-
Folge vom 01.05.2026Die heilige WiboradaSt. Gallen feiert am 2. Mai 2026 den 1100. Todestag der Inklusin Wiborada von St. Gallen. Wiborada liess sich im Jahr 916 bei der Kirche St. Mangen in St. Gallen in einer Zelle einmauern und fungierte von dort aus als mächtige Ratgeberin für Klerus, Adel und Bevölkerung. Unter anderem prophezeite sie dem Abt von St. Gallen den Einfall der Ungarn 925, worauf er die wertvollen Handschriften und die Klosterschätze in Sicherheit brachte. Sich selbst wollte Wiborada nicht retten. So starb sie als Märtyrerin.
-
Folge vom 29.04.2026Flurnamen: Was «Höll», «Lustmüli» und «Gopf» erzählenViele Flurnamen klingen kurios oder zweideutig. Dahinter steckt aber oft Geschichte. Im «Treffpunkt» erklärt Mundartredaktor Markus Gasser, was Flurnamen über Sprache, Landwirtschaft und das Leben früherer Generationen verraten. Fast jeder Hügel, Wald oder Acker trägt einen Namen, oft seit Jahrhunderten. Flurnamen erzählen von Besitz, Bewirtschaftung, Landschaft und alten Sprachformen. Manche wirken heute lustig oder rätselhaft, haben aber einen ganz anderen Ursprung. Zusammen mit Hörerinnen und Hörern schaut der «Treffpunkt» auf kuriose Beispiele aus der ganzen Schweiz und fragt: Was verraten diese Namen über unsere Vergangenheit, und entstehen heute noch neue Flurnamen?