Zweimal pro Woche wird Luzern zur Marktbühne: Am Dienstag und Samstag säumen Stände die Reussufer. Heute gibt’s Fisch, Käse und Brot, früher Getreide, Kohl und eingesottene Butter. Ein Blick auf einen Markt, der sich verändert hat und doch gleich geblieben ist.
Dienstag und Samstag, 7 bis 12 Uhr: Entlang der Reuss, vom Rathausquai über Unter der Egg bis Jesuiten- und Helvetiaplatz findet einer der schönsten Wochenmärkte der Schweiz statt.
Das Angebot ist reich: Fisch, Blumen, Käse, Brot.
Der Markt hat eine lange Geschichte. Im 19. Jahrhundert dominierte Getreide den Handel, gelagert im Kaufhaus, dem heutigen Rathaus. Ortsnamen wie Kornschütte und Kornmarkt zeugen davon.
Auch eingesottene Butter war gefragt: Haltbar genug für den Transport bis nach Belgien. Für den Alltag kauften die Menschen Früchte und viel Kohl, oft aus dem Michelsamt. Und gehandelt wurde auch mit Fleisch, geschlachtet oder lebend.
Der Markt heute: moderner, vielfältiger, aber im Kern derselbe Ort des Austauschs.
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Die Live-Sendung auf Radio SRF 1 am Vormittag ist ein radiophoner Treffpunkt, der Meinungen, Geschichten, Erfahrungen und Emotionen aus dem Alltag und dem Leben des Publikums aufgreift. Wir sind dort, wo Menschen sich treffen und bringen Menschen zusammen. Das Publikum kann während der Sendung etwas lernen, sich unterhalten und sich selbst beteiligen: direkt in der Sendung und im Internet.
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Folge vom 28.04.2026Wochenmarkt Luzern: Handel, der seit Jahrhunderten lebt
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Folge vom 27.04.2026Was wäre, wenn es keine Gesetze (mehr) gäbe?Freiheit ohne Regeln: Nur ein schöner Traum? Über 100’000 Paragrafen regeln unseren Alltag. Ginge es auch ohne? Im «Treffpunkt» denken wir das Undenkbare: eine Welt ohne Gesetze. Wir klären, warum Regeln auch ohne Staat entstehen, weshalb Anarchie selten stabil ist und wer die Ordnung übernimmt, wenn der Staat wegfällt. Dazu: Tierrecht als blinder Fleck. Und die offene Frage, wie KI das Recht verändert. Fazit: Nicht weniger Gesetze sind entscheidend, sondern bessere: Klar, verständlich und glaubwürdig. Gast: Prof. Dr. Peter V. Kunz, Institut für Wirtschaftsrecht an der Universität Bern.
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Folge vom 22.04.2026Zuger Grünanlagen spüren den FrühlingFür die Mitarbeitenden der Grünanlagen der Stadt Zug ist es eine strenge Zeit. Im Frühling werden die Anlagen für den Sommer bereit gemacht. Wir berichten live aus dem Werkhof der Stadt Zug. Wenn die Mitarbeitenden der Zuger Grünanlagen ihre Arbeit einstellen würden, wäre das Chaos in der Stadt schnell sichtbar. Die Betreuung der Grünanlagen ist eine aufwändige Arbeit, die viele Stunden in Anspruch nimmt. Der Klimawandel bringt ausserdem neue Herausforderungen. Der Frühlingsstart ist schwerer voraussehbar und es gibt mehr Extremwetterereignisse. Im Treffpunkt berichten wir live aus dem Werkhof der Stadt Zug und schauen den Mitarbeitenden der Grünanlagen über die Schultern.