Nach der gescheiterten Wahl der Verfassungsrichter im Bundestag treffen
sich Bundeskanzler Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus
Söder bei einer Sitzung des bayrischen Landeskabinetts auf der
Zugspitze. Während auf Deutschlands höchstem Gipfel demonstrative
Einigkeit gezeigt wird, steht die Unionsfraktion intern unter Druck.
Jens Spahn räumte in einem Schreiben an die Abgeordneten ein, als
Fraktionsvorsitzender Verantwortung für das gescheiterte Wahlverfahren
zu tragen. Viele Unionsabgeordnete werfen der Fraktionsführung mangelnde
Sensibilität und strategisches Versagen vor. Wieso Friedrich Merz
trotzdem weiterhin an ihm festhält, erklärt Tina Hildebrandt, Leiterin
des Politikressorts der ZEIT.
Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) wird die
Fachkräftelücke in Deutschland bis 2028 stark wachsen. Besonders
betroffen sind Berufe im Verkauf. Auch Kindererzieherinnen,
Sozialarbeiter sowie Gesundheits- und Krankenpflegekräfte werden knapp.
Gleichzeitig steigen die Beschäftigtenzahlen vor allem in IT-Berufen
durch die Digitalisierung. Der größte Rückgang wird in Metallberufen
erwartet, ebenso im Bankwesen aufgrund von Automatisierung und
Filialschließungen. Grund dafür sind der demografische Wandel.
IW-Experten fordern bessere Berufsorientierung an Schulen, längere
Erwerbstätigkeit und mehr qualifizierte Zuwanderung.
Außerdem im Update: Das Bundesverfassungsgericht hat eine
Verfassungsbeschwerde zweier Jemeniten abgewiesen. Die Kläger warfen
Deutschland vor, eine Mitverantwortung für den Tod ihrer Angehörigen bei
einem US-Drohnenangriff 2012 im Jemen zu tragen. Der Angriff wurde über
den US-Stützpunkt Ramstein in Deutschland mitgesteuert. Christian Fuchs,
ZEIT-Autor des Investigativ-Ressorts, ordnet das Urteil ein.
Und sonst so? Conny macht keine Memes mehr
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Bundesverfassungsgericht: Bundestag verschiebt Wahlen von
Verfassungsrichtern
Regierung: Merz kommt zu bayerischer Kabinettssitzung auf die Zugspitze
Kabinett: Gebirgsschützen und Schuhplattler: Söder empfängt Merz
Wahl der Bundesverfassungsrichter: Nach geplatzter Richterwahl wächst in
der Union der Unmut
Unionsfraktion: Spahn räumt Mitverantwortung für abgesagte Richterwahl
ein
Jens Spahn: Viel zu verzeihen
Maskenaffäre: Die Jungs mit den Masken
Dokupodcast: Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht
Arbeitsmarkt: Fachkräftelücke wird laut Studie rasant wachsen
Gehaltsvergleich nach Berufen: Wie viel man im Verkauf (ohne
Produktspezialisierung) (mit Spezialisierung) verdient
Fachkräftemangel: 133.000 offene Stellen in Sozial- und
Gesundheitsberufen
Informationstechnik: Fachkräftemangel in IT-Berufen erreicht
Rekordniveau
Sinkende Nachfrage: Deutsche Industrie meldet deutlichen
Auftragsrückgang im Mai
Gehaltsvergleich nach Berufen: Wie viel man als Bankkauffrau oder
Bankkaufmann verdient
Demografischer Wandel: Hunderttausende Babyboomer vorzeitig in Rente
Ramstein: Verfassungsbeschwerde zu US-Drohnenangriffen via Ramstein
scheitert
US-Drohneneinsätze via Ramstein: Macht sich Deutschland mitschuldig,
wenn US-Drohnen töten?
Terrorismus: USA weiten Drohnenangriffe im Jemen aus
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Folge vom 15.07.2025Update: Spahn im Tal, Merz auf dem Gipfel
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Folge vom 15.07.2025Was das Richterwahl-Debakel für die SPD bedeutetNach der vertagten Richterwahl stellt sich die SPD-Bundestagsfraktion geschlossen hinter Frauke Brosius-Gersdorf. Die Juristin sei eine "herausragende Kandidatin" mit "einwandfreiem Werdegang", heißt es in einem Instagram-Post. Zuvor hatte die Union am vergangenen Freitag eine Aussetzung der Wahl gefordert und auf angebliche Plagiatsvorwürfe verwiesen. Die Wahl soll nun nach der Sommerpause im September stattfinden. Bundeskanzler Friedrich Merz kommentierte das im ARD-Sommerinterview mit den Worten: "Alles kein Beinbruch." SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese hingegen sprach im "Politico"-Podcast von einem "Vertrauensverlust", weil Unionsfraktionschef Jens Spahn die versprochenen Mehrheiten nicht liefern konnte. Eva Ricarda Lautsch, Politikredakteurin bei der ZEIT, hat sich in der SPD umgehört. Im Podcast erzählt sie über die Stimmungslage in der Partei und ordnet ein, ob es sich um eine ernsthafte Krise oder bloß um Koalitionsalltag handelt. Vier Jahre sind vergangen, seit in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 eine Flut das Ahrtal in Nordrhein-Westfalen verwüstet hat. Innerhalb von 24 Stunden fielen 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter, das Wasser stieg schnell an, ganze Orte wurden überflutet. 42.000 Menschen waren betroffen, mehr als die Hälfte verlor ihr Hab und Gut. Bis heute kämpfen viele mit den Folgen. Einige sind zurückgekehrt, andere leben immer noch in provisorischen Containern. Der Wiederaufbau stockt, Schutzmaßnahmen lassen auf sich warten, und das sorgt bis heute für Frust bei vielen Menschen vor Ort. ZEIT-Autorin Lena Frings war im Ahrtal unterwegs. Im Podcast erzählt sie, wie es den Menschen heute geht und ob sie genug Unterstützung bekommen. Und sonst so? Karl-Marx-Straße fertig saniert – nach 15 Jahren Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Wahl der Verfassungsrichter: SPD-Bundestagsfraktion stellt sich hinter Frauke Brosius-Gersdorf Frauke Brosius-Gersdorf: Und diese Frau soll links sein? ARD-Sommerinterview: So what? Flut im Ahrtal: Das Rauschen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 14.07.2025Update: So will die EU auf Trumps Zölle reagierenDie Europäische Union hat nach den jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump eine Liste mit möglichen Gegenzöllen erstellt. Diese würde US-Importe im Gesamtwert von bis zu 72 Milliarden Euro betreffen. Diese sollen erst dann in Kraft treten, wenn es bis zum 1. August keine Einigung der Handelspartner gibt. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hatte am Samstag neue Zölle auf Waren aus der EU in Höhe von 30 Prozent angekündigt. Diese sollen am 1. August eingeführt werden. Trump hatte angedroht, die Zölle weiter zu erhöhen, sollte die EU mit Gegenmaßnahmen reagieren. Was Trump mit seinen Drohungen erreichen will und wie die Reaktion der EU einzuschätzen ist, weiß Weltwirtschaftskorrespondent Uwe Jean Heuser. Donald Trump hat angekündigt, Patriot-Luftabwehrraketen an die Ukraine zu liefern – auf Kosten der EU. Nach eigenen Angaben will er die Waffensysteme an die EU verkaufen, die sie wiederum an die Ukraine liefern soll. "Wir zahlen nichts, aber wir werden liefern", sagte Trump am Sonntag. Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hatte bereits im Vorfeld von einem Kurswechsel der USA in der Russlandpolitik gesprochen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) trifft sich deshalb heute unter anderem mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth, um über die Pläne der USA zu sprechen. Warum Trump seine Russlandpolitik plötzlich ändert und wie die Patriots den Krieg beeinflussen können, erklärt Politikredakteur Maxim Kireev. Außerdem im Update: Maja T. hat den Hungerstreik in ungarischer Haft nach 40 Tagen beendet. Nach Angaben der Familie habe Maja T. in der Zeit 40 Kilogramm abgenommen und sei stark geschwächt. Mit dem Hungerstreik protestierte Maja T. gegen die Haftbedingungen in Ungarn und die Auslieferung aus Deutschland. Die ungarischen Behörden werfen Maja T. vor, an gewaltsamen Angriffen auf Rechtsextreme beteiligt gewesen zu sein. Und sonst so? Orang-Utans haben ähnliche Schlafprobleme wie Menschen. Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine: Donald Trump kündigt Lieferung von Patriot-Raketensystemen an Ukrainekrieg und Nato: Pistorius reist nach Washington: Kommt es zum Patriot-Deal? US-Zölle: Ansage statt Deal Zollstreit: EU verschiebt Gegenzölle auf US-Produkte bis Anfang August Ungarn: Maja T. beendet Hungerstreik Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 14.07.2025Wie der Alltag in Kyjiw weitergehtTrotz der zunehmenden russischen Angriffe versuchen viele Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw, ihr Leben fortzusetzen. Gleichzeitig wächst die Erschöpfung. Vor diesem Hintergrund kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die baldige Lieferung weiterer Patriot-Flugabwehrsysteme an, die den Schutz der Städte verbessern sollen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bereits angeboten, diese Systeme direkt aus den USA zu kaufen und der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Wie wahrscheinlich ein wirksamer Schutz für die ukrainische Hauptstadt durch diese Waffen ist, ordnet Olivia Kortas, ZEIT-Korrespondentin in Kyjiw, ein. In einem internen Strategiepapier skizziert die AfD ihre politischen Ziele für die kommenden Jahre. Verfasst von Beatrix von Storch, zielt das Papier darauf ab, die Stammwählerschaft vor allem im Osten zu festigen und neue Wählergruppen zu gewinnen. Die Partei plant, die politische Polarisierung zu verstärken. Außerdem will die AfD mit wirtschaftspolitischen Themen punkten und sich als Vertreterin der sozialen Marktwirtschaft positionieren. Ziel ist es, langfristig Regierungsverantwortung zu übernehmen. Christian Parth, Politikredakteur der ZEIT, analysiert das Papier und ordnet ein, wie realistisch die Pläne der Partei sind. Und sonst so? Fünf Flohmarkt-Fehler Moderation und Produktion: Erica Zingher Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Lage in der Ukraine: Höher, schneller, gefährlicher – Russland eskaliert den Drohnenkrieg Leben in Kyjiw: Eine Hochzeit, gerade jetzt? Ukrainekrieg: Selenskyj stellt Deal zu Patriot-Lieferungen in Aussicht Flugabwehrsystem Patriot: Jeder will diese Waffe haben Friedrich Merz: Er will nicht nur Außenkanzler sein Strategiepapier der AfD: Wie die AfD an die Macht kommen will Beatrix von Storch: AfD-Politikerin sorgt mit Aussagen zu trans Abgeordneter für Kritik Polarisierung: Wie tief Deutschland emotional gespalten ist AfD-Pläne für die Wirtschaft: Die Wirtschaftspolitik der AfD führt in die Katastrophe Wahlen 2026: AfD will Regierungsverantwortung in zwei Ländern Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.