EU-Umweltminister verhandeln derzeit in Brüssel über einen Klimaplan,
der für die bevorstehende COP30 in Brasilien erforderlich ist. Bisher
gibt es nur eine Absichtserklärung, nach der die EU ihre Emissionen bis
2035 um 66,25 bis 72,5 Prozent im Vergleich zu 1990 senken will.
Deutschland, Frankreich und Polen hatten Vorschläge blockiert, unter
anderem wegen wirtschaftlicher Belastungen und geopolitischer
Unsicherheiten. Zudem belastet ein Streit über Klimazertifikate die
Verhandlungen: Bis 2040 sollen drei Prozent der Ziele durch
international anerkannte Zertifikate ausgeglichen werden dürfen, einige
Länder fordern jedoch mehr. Was passiert, wenn die EU bis zur COP30
keine Einigung erzielt und warum gerade die EU nicht ohne
Verhandlungsgrundlage anreisen sollte, das erklärt ZEIT-Korrespondentin
Petra Pinzler bei Was Jetzt?
Laut einer Studie der Hilfsorganisation Save the Children lebten im
vergangenen Jahr rund 520 Millionen Kinder in Konfliktgebieten. Das sind
so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebungen 2005 und entspricht
jedem fünften Kind weltweit. Dabei stieg die Zahl schwerer Verbrechen
gegen Kinder in Konflikten um 30 Prozent auf über 41.000 Fälle. Mehr als
die Hälfte dieser Fälle ereignete sich in Gaza und den palästinensischen
Gebieten, der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria und Somalia. Save
the Children forderte angesichts der Rekordzahlen mehr politischen
Einsatz zum Schutz von Kindern. "Es ist ein Skandal, dass Staaten mehr
Geld für Waffen als für den Schutz von Kindern ausgeben", sagte
Geschäftsführer Florian Westphal.
Außerdem im Update: Das Bundesverfassungsgericht hat die 2022 im Zuge
der Coronapandemie beschlossene Triage-Regelung im
Infektionsschutzgesetz für verfassungswidrig erklärt. Diese regelt, wer
bei knappen medizinischen Ressourcen vorrangig behandelt wird. Zwei
Verfassungsbeschwerden von 14 Intensiv- und Notfallmedizinern hatten
Erfolg. Die Kläger kritisierten vor allem das Verbot der sogenannten
Ex-post-Triage. Wie der rechtliche Rahmen künftig gestaltet werden
könnte, beschreibt Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT.
Und sonst so? Ist dieses Gastgeschenk des dänischen Botschafters in
Ägypten wirklich ein Geschenk?
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Klimakrise: Europäische Union ringt vor COP30 um gemeinsame Klimaziele
Vor der Weltklimakonferenz: 33 Städte einigen sich vor COP30 auf
gemeinsamen Klimaschutz
Studie: CO₂-Emissionen in Deutschland gegenüber 1990 fast halbiert
Klimaschutz: Streit um Klimatopf: Geld für Zertifikate statt
Klimaschutz?
CO₂-Zertifikate: Grün getarnt
Save the Children: Fast ein Fünftel aller Kinder weltweit lebt in
Konfliktgebieten
Kinder im Krieg: "Diese Ereignisse hinterlassen bei Kindern
katastrophale Spuren"
Kinder in Gaza: "Du kannst sie nicht ansprechen, sie schauen durch dich
hindurch"
Den Bericht "Krieg gegen Kinder" finden Sie hier.
Triage: Bundesverfassungsgericht kippt die geltende Triage-Regelung
Bundesverfassungsgericht: Die Tragik der Triage
Medizinische Versorgung während Corona: Eine latente Triage
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Folge vom 04.11.2025Update: Die EU wird doch nicht mit leeren Händen zur Klimakonferenz reisen?
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Folge vom 04.11.2025Kann ein Linker erst New York und dann die Demokraten retten?In New York wird heute ein neuer Bürgermeister gewählt. Und Zohran Mamdani hat gute Chancen, Geschichte zu schreiben. Der 34-Jährige könnte als erster Muslim das Amt übernehmen. Mamdani gehört den Democratic Socialists of America an und damit dem linken Flügel der Demokraten. In New York ist die Begeisterung für ihn groß, doch im demokratischen Establishment gibt es Kritik: Mamdani sei zu links, zu radikal und zu unerfahren. Rieke Havertz ist internationale Korrespondentin und Co-Gastgeberin des Podcasts "OK, America?". Im Podcast spricht sie darüber, welche Bedeutung ein Sieg für die Demokraten in den USA hätte und ob ein Linkskurs der gesamten Partei denkbar wäre. Rentner sollen ab dem 1. Januar 2026 bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen dürfen – sofern sie fest angestellt sind. Das sieht der Gesetzentwurf zur sogenannten Aktivrente vor, den die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat. Ziel ist es, mehr ältere Menschen in den Arbeitsmarkt zu bringen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ausgenommen von der Regel sind allerdings Selbstständige, Beamte sowie Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft. Kritik für den Vorschlag kommt von allen Seiten. Gewerkschaften lehnen die Aktivrente ebenso ab wie Arbeitgeber. Carla Neuhaus aus dem Wirtschaftsressort erklärt, was die Argumente dafür und dagegen sind und ob der Gesetzesentwurf den Fachkräftemangel lindern kann. Und sonst so? Süßes Gemüse: Bitter für die Gesundheit Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Fabian Scheler Mitarbeit: Mathias Peer und Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Zohran Mamdani: Warum die Wahl in New York die USA verändern könnte Bürgermeisterwahl in New York: Der rote Zohran Porträt: Linker Favorit für New Yorks Rathaus: Das ist Zohran Mamdani Arbeiten im Rentenalter: Kabinett beschließt Aktivrente mit 2.000 Euro Steuerfreibetrag Rente: Das bedeuten die Regierungspläne zur Aktivrente Aktivrente: Retten uns die Rentner? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 03.11.2025Update: Deutschland sucht weiter nach dem perfekten Ort für AtommüllIn Deutschland stockt die Suche nach einem Atommüll-Endlager. Seit 2017 untersucht die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den Untergrund des Landes, mehr als die Hälfte der Flächen wurde als ungeeignet aussortiert, es gibt noch keine konkreten Standorte. Solange lagert der hoch radioaktive Abfall in über 1.300 Castorbehältern, die auf 16 Zwischenlager verteilt sind. Die Suche gestaltet sich auch deshalb schwierig, weil die Widerstände groß sind. Einige Bundesländer, etwa Bayern, schließen ein Endlager auf ihrem Gebiet kategorisch aus. Die BGE hat nun einen Zwischenbericht vorgestellt und dabei die Regionen weiter eingegrenzt, die für ein mögliches Endlager infrage kommen. Eine Entscheidung über den Standort wird aber erst 2050 bis 2074 erwartet. Welche Eigenschaften das perfekte Endlager haben muss und warum, ordnet ZEIT-Autor Dirk Asendorpf im Podcast ein. Nach den Aussagen von Außenminister Johann Wadephul (CDU), dass in Syrien wegen der massiven Zerstörung derzeit kein würdiges Leben möglich sei, ist innerhalb der Union eine Debatte über Abschiebungen und Rückführungen entbrannt. Der Außenminister hatte nach einem Besuch in Syrien erklärt, er glaube nicht an eine schnelle Rückkehr vieler Flüchtlinge, da große Teile des Landes verwüstet seien. Einige Parteikollegen widersprachen nun und forderten eine Strategie zur Rückführung. Die Bundesregierung spricht unterdessen von einem "Scheinkonflikt". Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius arbeite man an der Stabilisierung Syriens, um langfristig Voraussetzungen für Rückführungen zu schaffen. Außerdem im Update: Im Norden Afghanistans hat ein Erdbeben der Stärke 6,3 mindestens 27 Menschen das Leben gekostet. Das Beben lag in etwa 28 Kilometern Tiefe und traf vor allem die Region um die Stadt Masar-i-Scharif. Und sonst so? Welche Parteien im Bundestagswahlkampf 2025 von den Algorithmen der sozialen Medien bevorzugt wurden. Spoiler: Sie haben keine Regierungsverantwortung. Moderation und Produktion: Roland Jodin Redaktion: Fabian Scheler Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Atommüllendlager: Die unendliche Suche Endlagersuche: Wer hat’s gefunden? Die Schweiz! Atommüll: Er strahlt und strahlt und strahlt Atommüllendlager in Deutschland: Mögliche Flächen für Atommüllendlager weiter eingegrenzt Gutachten: Suche nach Atommüllendlager könnte sich um Jahrzehnte verzögern Naher Osten: Keiner wartet auf Deutschland Frauen in Syrien: "Die Syrerinnen bauen das Land auf und haben trotzdem kaum Rechte" Abschiebungen nach Syrien: CDU-Politiker kritisieren Johann Wadephul für Äußerungen zu Syrien Syrien: Wadephul sieht rasche Rückkehr von Syrern in ihr Heimatland skeptisch Syrien: "Irgendwann fällt jede Diktatur" Syrische Flüchtlinge: Bundesinnenministerium hält an Abschiebungen nach Syrien fest Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 03.11.2025Wie der Inselstaat Tuvalu langsam im Meer versinktDer Pazifikstaat Tuvalu mit rund 11.000 Einwohnern droht unbewohnbar zu werden. Der Inselstaat liegt nur knapp über dem Meeresspiegel, und Klimaprognosen gehen davon aus, dass Tuvalu in wenigen Jahrzehnten vollständig überflutet sein könnte. Australien hat Tuvalus Bevölkerung ein sogenanntes Klimavisum zugesagt, das ihnen eine Zuflucht bieten soll. Wie die Einheimischen darauf reagieren, ordnet ZEIT-Reporterin Katharina Meyer zu Eppendorf ein. In Rio de Janeiro haben rund 2.500 Einsatzkräfte zwei Favelas gestürmt. Ziel der Großrazzia war der mutmaßliche Drogenboss Edgar Alves de Andrade. Der Polizeieinsatz gilt als einer der blutigsten in Brasilien. Mindestens 121 Menschen wurden dabei getötet. Das Verbrechersyndikat reagierte mit Gegenwehr, setzte Barrikaden und Autos in Brand und griff die Polizei mit Sprengsätzen und Schusswaffen an. Menschenrechtsorganisationen fordern nun eine unabhängige Untersuchung des Einsatzes. Und die Anwohner protestieren gegen die übermäßige Polizeigewalt. ZEIT-Autor:in Azadê Peşmen ordnet ein, wie sich der Einsatz auf das Land auswirkt. Und sonst so: Kuckucksuhr als Kulturerbe Moderation und Produktion: Roland Jodin Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge Klimavisum für Tuvalu: Nichts wie weg? Erderwärmung: Meeresspiegel steigt schneller als in den vergangenen 4.000 Jahren Australisches Klimavisum: Kann Australien diese Menschen retten? Und will es das überhaupt? Australien: Mehr als 80 Prozent der Bürger von Tuvalu beantragen Klimaasyl Klimaschutz: EU-Umweltminister einigen sich auf Absichtserklärung für Klimaplan COP30 in Belém: Diplomaten im Sex-Motel Brasilien: Mehr als 60 Tote bei Polizeieinsatz in Rio de Janeiro Nach blutigem Polizeieinsatz: Polizei in Rio: Neun Drogenchefs unter den rund 120 Toten Drogenkriminalität: Favelabewohner protestieren gegen Polizeigewalt in Rio Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.