Die Türkei: Europas MülldeponieSeitdem China und Indien, einstige Hauptabnehmer europäischen Mülls, Importstopps verhängt haben, ist die Türkei zum wichtigsten Ziel dieser Abfallströme geworden. Hunderttausende Tonnen Plastik, Papier und Metall werden in die Häfen im Südosten des Landes verschifft, um dort - offiziell - weiterverarbeitet zu werden. Die importierten Materialien gelten als recycelbare Wertstoffe, sind in der Realität jedoch oft verunreinigt und kaum verwertbar. Ein Großteil landet illegal in Naturgebieten oder wird verbrannt, mit gravierenden Folgen: Luft- und Wasserverschmutzung, Ernteausfälle und gesundheitliche Schäden für die lokale Bevölkerung. Während Zwischenhändler hohe Gewinne erzielen, bedrohen sinkende Wertstoffpreise die Lebensgrundlage vieler Menschen, die mit dem Sammeln von Recyclingmaterialien ihr Leben finanzieren. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23. 03. 2026.Gestaltung: Anika Haider
PolitikWirtschaftWissenschaft & Technik
Dimensionen Folgen
Den Gedanken Raum geben - mit Reportagen, Features, Recherchen, Porträts und Gesprächen aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft, Natur und Technik.
Folgen von Dimensionen
84 Folgen
-
Folge vom 23.03.2026Dreckige Geschäfte
-
Folge vom 19.03.2026Bär gegen WolfTiere im HetztheaterIm 18. Jahrhundert war das "k.k. priv. Hetzamphitheater unter den Weißgerbern" das größte Theater Wiens. Jede Woche fanden dort blutig inszenierte Tierkämpfe vor bis zu dreitausend Zuschauern statt. Unzählige Bären, Wölfe, Ochsen, Hunde, Katzen und Affen, die aufeinander losgelassen wurden, fielen über Jahrzehnte der Schau- und Sensationslust zum Opfer. Die Tradition derartiger Tierkämpfe reicht bis in die Antike zurück. Das erste Hetztheater im frühneuzeitlichen Europa entstand Mitte des 16. Jhs. in London; im 18. Jh. finden sich derartige Etablissements in vielen europäischen Städten, mehrere davon auch in Wien. Erst als in der Aufklärung die Kritik an diesen grausigen Spektakeln immer lauter und auch Tiere immer mehr als leidensfähige Wesen betrachtet wurden, fanden die Hetztheater ein Ende. (Wh. v. 20. 01. 2025) - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 19. 03. 2026.Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
-
Folge vom 18.03.2026Wie legitim ist Luddismus?Vom Maschinensturm zur KI-KritikDer Luddismus entstand 1811 in Nottingham, im darauffolgenden Jahr verbreitete sie sich über ganz England. Bei ihren Protesten zerstörten die Ludditen zahlreiche Woll- und Baumwollspinnereien, da die neuen Maschinen den Einsatz ihrer Arbeitskraft überflüssig gemacht hatten. Linke wie rechte Strömungen gingen mit ihrer Ideologie hart ins Gericht: Vertreter des Liberalismus und später der Sozialdemokratie und des Leninismus verurteilten die Ludditen als reaktionär und technikfeindlich. Im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und dem Eindringen der Digitalisierung in sämtliche Lebensbereiche stellen sich Fragen der Ludditen aufs Neue: Sind manche Erfindungen und technische Neuerungen per se demokratiegefährdend oder kommt es nur auf ihren richtigen Einsatz an? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 03. 2026.Gestaltung: Alexander Behr
-
Folge vom 17.03.2026Parasomnien: Wenn der Schlaf verrücktspieltEin LKW-Fahrer, der nachts mit seinem tonnenschweren Fahrzeug über die Autobahn brettert und sich danach an nichts erinnern kann; ebenso wie der Mann, der im Schlaf sexuell übergriffig wird oder die Frau, die im Bett unbewusst wilde Tanzbewegungen macht: All das sind Beispiele für so genannte Parasomnien, für ungewöhnliche und unerwünschte Verhaltensweisen oder Erlebnisse, die während des Schlafs auftreten können - häufiger bei Kindern bis zur Pubertät, aber auch bei einem geringen Prozentsatz von Erwachsenen. Das bekannteste, wenn auch bei weitem nicht einzige Beispiel für diese Art von Störung ist das Schlafwandeln. Weniger bekannt sind etwa der "Nachtschreck" oder die Schlaflähmung. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 03. 2026.Gestaltung: Sabrina Adlbrecht