Die einen nutzen KI, um täuschend echte Falschinformationen zu erstellen. Die anderen setzen sie ein, um genau diese zu entlarven. Doch eine endgültige Lösung ist nicht in Sicht.
Seit es Medien gibt, gibt es auch Falschmeldungen und manipulierte Bilder. Doch künstliche Intelligenz hat die Situation grundlegend verändert: Was früher spezielles Können und Zeit erforderte, gelingt heute auf Knopfdruck. KI kann nicht nur täuschend echte Texte, Bilder und Videos erstellen, sondern diese auch gleich für unterschiedliche Zielgruppen anpassen und über soziale Medien gezielt verbreiten. Die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der sich manipulierte Inhalte heute produzieren lassen, stellt eine neue Dimension dar.
Gleichzeitig werden KI-Systeme entwickelt, die Inhalte auf ihre Echtheit prüfen – teilweise mit Trefferquoten über 90 Prozent. Doch die Hoffnung auf eine technische Wunderwaffe trügt. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel: Sobald eine neue Erkennungsmethode funktioniert, finden Fälscher bereits Wege, sie zu umgehen. Die Lösung liegt deshalb wohl weniger in der Technik als in der Regulierung von Social-Media-Plattformen und in der Stärkung der Medienkompetenz.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 28.01.2026KI und Fake News: Wettlauf ohne Sieger
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Folge vom 27.01.2026Wer verbreitet Fake News?Fake News entstehen aus politischen Motiven, aus Geldgier – und werden oft durch ganz normale Nutzerinnen und Nutzer verbreitet. Fake News sind nicht gleich Fake News. Manche werden bewusst gestreut, um politische Prozesse zu beeinflussen oder Vertrauen in Institutionen zu untergraben. Hinter solchen Kampagnen stehen teils staatliche Akteure, die mit koordinierten Online-Netzwerken Propaganda betreiben. Daneben gibt es private Akteure, die mit Falschmeldungen Geld verdienen wollen. Reisserische Schlagzeilen, manipulierte Bilder oder erfundene Geschichten generieren Klicks und damit Werbeeinnahmen. Die vielleicht wichtigste Rolle spielen jedoch ganz normale Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer. Falsche oder irreführende Inhalte werden oft geteilt, weil sie ins eigene Weltbild passen, provozieren oder unterhalten. Studien zeigen, dass viele Menschen schon einmal Fake News verbreitet haben – oft ohne es zu merken. Obwohl klar falsche Inhalte insgesamt nur einen kleinen Teil der Online-Informationen ausmachen, sind sie besonders sichtbar, weil sie starke Emotionen auslösen und viel Engagement generieren.
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Folge vom 26.01.2026Fake News – was ist das eigentlich?Alle reden von Fake News. Und alle wissen ungefähr, was damit gemeint ist. Geht man es systematisch an, dann wird der Begriff aber schnell zu ungenau. Fake News, so die ungefähre Definition, sind falsche oder irreführende Informationen, die so gestaltet sind, dass sie wie echte Nachrichten wirken. Doch schaut man sich Fake News genauer an, dann wird es schnell schwierig: Was für den einen ein manipuliertes Bild, ein irreführendes Video oder eine Falschmeldung ist, bezeichnet die andere vielleicht als unliebsame Wahrheit, vor der man nicht die Augen verschliessen soll. Fake News führen deshalb schnell zur Frage, was eigentlich wahr ist und ob es heute überhaupt noch eine von allen geteilte Wahrheit gibt. Fake News ist ein knackiger Begriff, unter dem sich alle zumindest ungefähr etwas vorstellen können. Doch es kann helfen, verschiedene Arten von Fake News zu unterscheiden: Desinformation, also gezielt produzierte oder manipulierte Falschinformationen, die mit Absicht gestreut werden, um Menschen zu täuschen oder zu beeinflussen. Misinformation, falsche Informationen, die unbeabsichtigt verbreitet werden, etwa durch Irrtümer, Gerüchte oder Missverständnisse. Und Malinformation, der missbräuchliche Einsatz von eigentlich wahren Informationen, etwa durch selektives Zitieren oder Kontextverschiebung.
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Folge vom 23.01.2026Die Leber und der Alkohol - bringt's der Dry January?Einige sind seit Neujahr fleissig dran und verzichten seit Neujahr auf jeglichen Alkohol. Andere trinken trotzdem mal ein Gläschen. Der Dry January bringt in jedem Fall etwas: Man reflektiert den eigenen Alkoholkonsum. Klar trinke er auch ab und zu ein Glas Alkohol, sagt der Gastroenterologe am Berner Inselspital Yves Borbély. Klar ist aber auch, die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt den Verzicht auf jeglichen Alkohol. Interessant ist für den Mediziner Borbély, dass vor allem gesundheitsbewusste Menschen den Dry January machen und auch durchhalten.