Nach gewaltsamen Protesten gegen Einwanderungsrazzien in Los Angeles hat
US-Präsident Donald Trump den Einsatz von 2.000 Soldaten der
Nationalgarde angeordnet. Auslöser der Proteste waren Festnahmen durch
die Einwanderungsbehörde ICE, bei denen mehrere Menschen aufgegriffen
wurden. In der Folge kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen
Demonstrierenden und Sicherheitskräften. Kaliforniens demokratischer
Gouverneur Gavin Newsom und die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen
Bass, kritisieren den Einsatz der Nationalgarde scharf. Newsom wirft
Trump vor, die Lage gezielt zu eskalieren. Bass hatte bereits zuvor das
Vorgehen der Bundesbehörden verurteilt. Die Kontrolle über die
Nationalgarde liegt zwar normalerweise beim Bundesstaat – in
Ausnahmefällen kann der Präsident jedoch eingreifen. Darüber, wie
Kalifornien mit dem Einsatz der Nationalgarde umgeht und ob sich der
Bundesstaat dagegen wehren kann, besprechen wir im Podcast mit der
internationalen Korrespondentin von ZEIT ONLINE, Rieke Havertz.
In libyschen Flüchtlingslagern sind Geflüchtete immer wieder schwersten
Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt: Folter, Zwangsarbeit,
sexualisierte Gewalt. Menschenrechtsorganisationen und UN-Ermittlerinnen
dokumentieren diese Zustände seit Jahren – doch politisch und juristisch
hat sich bislang kaum etwas bewegt. Nun will die
Menschenrechtsorganisation ECCHR das ändern: Sie hat ein Verfahren am
Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag angestoßen – wegen
Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Migrantinnen in Libyen. Einer der
zentralen Zeugen ist David Yambio. Er war selbst inhaftiert und
gefoltert, führte später einen Protest vor dem UNHCR in Tripolis an und
lebt heute in Europa. Sein Ziel: Gerechtigkeit für die Opfer – und
internationaler Druck, um die Gewalt in Libyen zu stoppen. Doch was kann
seine Aussage wirklich bewirken – und warum scheitert Strafverfolgung
oft an politischen Interessen? Darüber spricht im Podcast ZEIT Autor
Paul Jonas Hildebrandt.
Und sonst so? Wer seine Zeugnisnoten verbessert, bekommt gratis
Süßigkeiten.
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Mitarbeit: Kai Schnier, Magdalena Inou
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zu Folge:
Ausschreitungen in den USA: Wenn Militär auf Zivilisten trifft
Misshandlung von Migranten: Massengräber mit fast 50 Leichen in Libyen
entdeckt
Verfahren am Internationalen Strafgerichtshof: Der Zeuge
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Folge vom 09.06.2025Bund gegen Bundesstaat: Razzien und Proteste in Kalifornien
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Folge vom 08.06.2025Wie geht es Syrien sechs Monate nach dem Sturz des Assad-Regimes?Vor sechs Monaten wurde das Assad-Regime in Syrien gestürzt und der brutale Bürgerkrieg für beendet erklärt. Seitdem befindet sich das Land in einem Wiederaufbau und einer Umstrukturierung. Ahmed al-Scharaa, der Anführer der sunnitisch-islamistischen Organisation, die Assad gestürzt hatte, wurde zum Übergangspräsidenten ernannt. Auch außenpolitisch gab es einige Veränderungen: Sowohl die EU-Staaten als auch die USA hoben sämtliche Wirtschaftssanktionen gegen Syrien auf. Andererseits überschatteten mehrere Massaker Anfang März die Entwicklungen. Bei Kämpfen zwischen der Übergangsregierung und Anhängern des Assad-Regimes starben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 1.000 Menschen. Unter welchen Umständen die syrische Bevölkerung seit dem Ende der Diktatur lebt und wie die Zukunft Syriens aussieht, weiß Anna-Theresa Bachmann, die für ZEIT ONLINE aus Westasien berichtet. Als der argentinische Präsident Javier Milei bei seiner Wahl 2023 mit einer Kettensäge auf die Bühne getreten ist, hat er dem Land eine "Schocktherapie" versprochen. Milei schaffte es tatsächlich, die steigende Inflation unter Kontrolle zu bringen, im Oktober 2024 betrug sie "nur" noch 190 Prozent. Die Bevölkerung bekommt davon allerdings nicht viel zu spüren. Wegen Mileis drastischer Politik steigen die Lebenshaltungskosten stetig: Er kürzte Subventionen für Strom und Gas, schaffte das Mietgesetz ab und entließ Tausende Staatsbedienstete. Jana Gioia Baurmann ist Redakteurin im Arbeitsressort und hat in Argentinien einen Mann getroffen, der kein Fan vom Präsidenten ist: niemand Geringeres als dessen Onkel Juan José Milei. Im Podcast erzählt sie, wie sich sein Leben unter der Politik seines Neffen verändert hat und wie es dem Rest der argentinischen Bevölkerung geht. Und sonst so? Weltrekord im Lkw-Rückwärtsfahren aufgestellt Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Kai Schnier, Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Syrien nach dem Assad-Regime: "Von flächendeckender Autorität kann keine Rede sein" Syrien: Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa stellt neue syrische Regierung vor Syrien: Was wir über die mutmaßlichen Massaker in Syrien wissen Argentinien: Neffe regiert, Onkel leidet Javier Milei: Die Kettensäge wirkt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 07.06.2025"Der Wahlkreis": Ist Israel als "deutsche Staatsräson" over?Das brutale Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen stellt das sonst so enge deutsch-israelische Verhältnis auf eine schwere Probe. Plötzlich übt selbst Friedrich Merz scharfe Kritik am Vorgehen der Regierung in Jerusalem – dabei zählte der Kanzler immer zu einem der treuesten Unterstützer Israels. Der Ton der deutschen Debatte beginnt sich zu verändern. In dieser Folge blicken wir auf die abgründige Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen, die lange eher von kalter Interessenpolitik geprägt war als von Moral und historischem Bewusstsein. Wir sprechen über den Anstieg des Antisemitismus in Deutschland, aber auch darüber, wie der Antisemitismusvorwurf mittlerweile als politische Waffe gebraucht wird. Und wir fragen uns: Was bedeutet eigentlich Staatsräson, achtzig Jahre nach dem Holocaust? Moderation: Paul Middelhoff und Robert Pausch Weiterführende Links zu dieser Folge: Die Erinnerung an den Nationalsozialismus ist umkämpfter denn je Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 07.06.2025Aufstieg eines Geheimdienstes: der Wandel des ukrainischen SBUDer ukrainische Geheimdienst SBU attackierte unter dem Decknamen “Aktion Spinnennetz” mit mehreren Drohnen 40 russische Militärflugzeuge auf fünf unterschiedlichen Luftwaffenstützpunkten im russischen Landesinneren. Noch vor wenigen Jahren galt der SBU als korrupt, ineffizient und durchsetzt von russischen Agenten. Welchen Einfluss der SBU auf den militärischen Erfolg oder Misserfolg der Ukraine hat und wie sich die Behörde so schnell umorganisieren und das Vertrauen der Bevölkerung wieder für sich gewinnen konnte, analysiert Denis Trubetskoy aus Kyjiw. In Frankreich sperren sich Pornoseiten von selbst. Beim Aufruf der Seite ist an Stelle der gewöhnlichen Inhalte nur ein Gemälde des berühmten Malers Delacroix zu sehen. Es zeigt Marianne, die Symbolfigur der Französischen Revolution. Anlass für den Protest ist ein Gesetz, das strengere Kontrollmechanismen für besseren Jugendschutz vorsieht. Denn laut Arcom, der französischen Aufsichtsbehörde für Digitales, machten 2023 Minderjährige zwölf Prozent der Seitennutzer aus. Frankreich-Reporterin Annika Joeres erklärt, wie genau das Gesetz Minderjährige vor Pornokonsum schützen soll und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass weitere EU-Staaten mit ähnlichen Regelungen nachziehen. Und sonst so: Kinofilm statt lokaler Betäubung Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Hannah Grünewald, Mounia Meiborg Mitarbeit: Kai Schnier, Miriam Mair Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Drohnenangriffe: Ukraine greift mehrere russische Luftwaffenstützpunkte an Angriff auf Militärstützpunkte: Wie die Ukraine russische Flugzeuge tief im Landesinneren zerstörte Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.