Die Musiker Danger Dan und Igor Levit werfen dem ZDF vor, ihre Meinungs-
und Kunstfreiheit eingeschränkt zu haben. Der Sender hatte einen
geplanten Auftritt der beiden in der Kabarettsendung „Die Anstalt“
kurzfristig abgesagt. Nach Angaben der Musiker wollten sie dort ihr
antifaschistisches Lied „Keine Angst“ präsentieren. Eine schriftliche
Begründung für die Ausladung hätten sie nicht erhalten. Das ZDF erklärte
hingegen, der Text könne als Aufruf zu Gewalt verstanden werden, und
kündigte an, sich zu einem späteren Zeitpunkt journalistisch mit dem
Lied auseinanderzusetzen. Das Team von „Die Anstalt“ kritisierte die
Entscheidung und bezeichnete sie als „mutlos“. Danger Dan und Igor Levit
kündigten an, das Lied dennoch öffentlich aufzuführen. Wie die
Entscheidung des ZDF zu bewerten ist und warum das Lied „Keine Angst“
umstritten ist, erläutert ZEIT-Autor Jens Balzer.
Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform der deutschen
Nachrichtendienste. Ein fast 700 Seiten langer Gesetzentwurf sieht vor,
dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Verfassungsschutz deutlich
mehr Befugnisse zu geben. Geplant sind unter anderem neue Möglichkeiten
für Cyberangriffe, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, biometrische
Auswertungen und eine stärkere Überwachung von Kommunikationsdaten. Der
BND soll künftig unter bestimmten Bedingungen auch IT-Systeme angreifen
und digitale Angriffe abwehren können. Die Reform soll ab Herbst im
Bundestag beraten werden. Befürworter sehen darin eine Anpassung an neue
Bedrohungen, Kritiker warnen vor möglichen Eingriffen in die
Bürgerrechte. Was die Bundesregierung konkret plant und wie stark die
Reform die Rechte der Bürger tatsächlich einschränken könnte, ordnet
Holger Stark, Leiter im Ressort Investigative Recherche und Daten der
ZEIT, ein.
Und sonst so? Die unterschätzte Intelligenz der Taube
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die
ZEIT auf Whatsapp.
Weitere Links zur Folge:
ZDF: Danger Dan und Igor Levit werfen ZDF Eingriff in die Kunstfreiheit
vor
»Keine Angst«: Danger Dan bestreitet Aufruf zu Gewalt nach
Auftrittsabsage durchs ZDF
Danger Dan und das ZDF: Hier wird etwas übertrieben
Nachrichtendienst: Verfassungsschutzpräsident fordert mehr Befugnisse
für seine Behörde
Überwachung von Journalisten: Darf der BND Journalisten hacken?
Kanzleramtsminister Thorsten Frei: »Null Komma null Anknüpfungspunkte«
Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an
unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro
im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.
[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.
Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen.
Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Nachrichten
Was jetzt? Folgen
Der Nachrichtenpodcast der ZEIT. Montag bis Freitag um 6 und um 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 6 Uhr. Samstags vertiefen wir ein Thema in längeren Spezialfolgen. Noch mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/wasjetzt-abo
Folgen von Was jetzt?
2000 Folgen
-
Folge vom 18.07.2026»Keine Angst« – warum Danger Dan vom ZDF ausgeladen wird
-
Folge vom 17.07.2026Wenn das Private politisch wird – Jens Spahn und die Leihmutterschaft (Update)Die Kritik an Unionsfraktionschef Jens Spahn hält nach der Bekanntgabe seiner Vaterschaft durch eine Leihmutter in den USA an. Politiker von Grünen, Linken und FDP werfen Spahn vor, dass seine persönliche Entscheidung im Widerspruch zu seiner bisherigen politischen Haltung steht. Sie verweisen darauf, dass er sich in der Vergangenheit gegen eine Lockerung des Verbots der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen hatte, und fordern eine Erklärung. Auch aus der Union kommt Kritik. Wie Spahns persönliche Entscheidung mit seiner früheren politischen Haltung vereinbar ist, erklärt Tina Hildebrandt, Chefkorrespondentin der ZEIT. Im AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen gibt es Streit über die Aufstellung der Landesliste für die Landtagswahl 2027. Der Landesparteitag in Marl wurde heute fortgesetzt, obwohl die Bundesspitze um Alice Weidel und Tino Chrupalla zuvor in einem Schreiben den Abbruch der Versammlung gefordert hatte. Der Bundesvorstand sieht mögliche Verstöße gegen Wahlgrundsätze bei der bisherigen Kandidatenaufstellung. Der NRW-Landesverband hält dagegen an der Fortsetzung des Parteitags fest. Christian Parth, Redakteur im Politikressort, ordnet den Streit ein. Außerdem im Update: Das Oberlandesgericht Dresden hat die NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach sie der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen sowie der Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit Waffen schuldig. Und sonst so: Titanwurz-Knolle geklaut Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald und Constanze Kainz Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Jens Spahn: Warum macht er immer wieder denselben Fehler? Jens Spahn: Kritik an Jens Spahn hält nach Familienzuwachs durch Leihmutter an Leihmutterschaft: Hier ist die Privatsache ein Politikum Leihmutterschaft: Felix Banaszak wift Jens Spahn mangelnde Integrität vor Ingenieur in den USA: »Für die Leihmutterschaft haben wir 150.000 Euro gezahlt« Leihmutterschaft: Kritik aus Politik und Kirche an Jens Spahn wegen Leihmutter AfD Nordrhein-Westfalen: AfD-Bundesspitze fordert Wahlwiederholung AfD Nordrhein-Westfalen: AfD-Landeschef wirft Weidel »Antifa«-Auswüchse vor Wahllisten abgelehnt: AfD nicht zur Bürgerschaftswahl in Bremen zugelassen AfD Nordrhein-Westfalen: AfD in NRW setzt Wahlversammlung trotz Kritik von Bundesspitze fort NSU-Unterstützerin: NSU-Unterstützerin Susann E. zu zwei Jahren Haft verurteilt Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Folge vom 17.07.2026Neuer Premier für Großbritannien: Was kann Andy Burnham?Der Labour-Politiker Andy Burnham will zum Chef seiner Partei und damit letztlich zum neuen britischen Premierminister gewählt werden. Bis vor Kurzem war er noch Bürgermeister der Metropolregion Manchester. Nun soll er den noch amtierenden Premier Keir Starmer ablösen. Aber hat Burnham dafür eine ausreichende Mehrheit in seiner Partei? Jochen Bittner, Auslandskorrespondent in London für DIE ZEIT, ordnet seine Chancen ein. Die EU möchte den Emissionshandel reformieren. Ziel ist es, die Klimaziele zu halten, ohne die Industrie zu überlasten. Die zeigt sich nämlich unter Druck: Knapp 40 Konzerne, darunter BASF und Thyssenkrupp, befürchten, dass durch das Auslaufen der bisher kostenlosen CO₂-Zertifikate ihre Kosten stark steigen könnten. Die Unternehmen haben vor Werksschließungen und Abwanderung gewarnt. Während die Industrie Entlastungen fordert, warnen Umweltschützer vor einem Aufweichen der Klimaziele. Wie die EU den Emissionshandel reformieren möchte, das weiß Ricarda Richter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Pilot schreibt »I’m bored« in den Himmel Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Christina Felschen und Lena Herrmann Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links: Großbritannien: Andy Burnham kündigt bei Wahl »größte Umverteilung der Macht« an Andy Burnham: Der König des Nordens Rücktritt von Keir Starmer: Und jetzt der Siebte Nigel Farage: Er tritt zurück – und gleich wieder an EU-Emissionshandel: Was nützt der europäische Klimaschutz? Klimawandel und Finanzen: »Wir müssen verstehen, was der Klimawandel für die Preise bedeutet« Hitzewelle: »Auf den Fluren reanimieren ist wirklich die letzte Stufe« Hitzetote: Die Tragödie dieses Sommers Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Folge vom 16.07.2026Ukraine: Der Verteidigungsminister geht, das Volk protestiert (Update)Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj plant eine umfassende Regierungsumbildung. Nachdem Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf seine Bitte hin zurückgetreten ist, muss laut ukrainischer Verfassung das gesamte Kabinett seine Ämter niederlegen. Davon betroffen ist auch Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Nach der Ankündigung seines Rücktritts gingen in der Ukraine zahlreiche Menschen auf die Straße und protestierten gegen diese Entscheidung. Warum Fedorow bei vielen Menschen beliebt ist und was hinter der Neubildung des ukrainischen Kabinetts steckt, erläutert ZEIT-Korrespondentin Olivia Kortas im Podcast. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig wollen härter gegen Steuerhinterziehung vorgehen. In einem neuen Aktionsplan schlagen sie vor, Steuerhinterziehung wieder als Verbrechen einzustufen und die Straffreiheit bei Selbstanzeigen abzuschaffen. Schwere Steuerdelikte könnten künftig mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden. Außerdem sollen Ermittlungen gegen Steuer- und Finanzkriminalität ausgeweitet werden. Ziel der Reform ist es, Steuerbetrug konsequenter zu verfolgen und die Steuergerechtigkeit zu erhöhen. Außerdem im Update: Der US-Konzern Uber übernimmt den deutschen Essenslieferdienst Delivery Hero. Das Angebot beläuft sich auf rund 12,7 Milliarden Euro. Voraussetzung für die Übernahme ist, dass der Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin erhalten bleibt und bis 2029 keine Veränderungen an der Belegschaft vorgenommen werden. Und sonst so: ICE stoppt wegen fehlenden Klopapiers Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Julija Swyrydenko: Selenskyj kündigt Austausch von Regierungschefin und Kabinett an Regierung in der Ukraine: Selenskyjs beste Frau soll Trump auf ihre Seite ziehen Ukraine: Ukrainischer Verteidigungsminister kündigt Rücktritt an Ukraine: Regierungsumbau löst Proteste in der Ukraine aus Julija Swyrydenko: Selenskyj kündigt Austausch von Regierungschefin und Kabinett an Einkommensteuerreform: Was macht Klingbeils Steuerkonzept mit Ihrem Netto? Stefanie Hubig: "Ich kneife nicht, jetzt, wo es drauf ankommt" Steuerbetrug: Bundesfinanzminister will Regeln bei Steuerhinterziehung verschärfen Steuerhinterziehung: Hubig und Klingbeil stellen Plan gegen Steuerhinterziehung vor Übernahmeangebot von Uber: Uber übernimmt den deutschen Essenslieferkonzern Delivery Hero Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.