Beim Koalitionsausschuss im Kanzleramt wollen Union und SPD ihre Agenda
für die kommenden Monate festlegen. Auf der Tagesordnung: die
Haushaltslücke von 30 Milliarden Euro, umstrittene Sozialreformen und
die Neubesetzung von Richterposten am Bundesverfassungsgericht.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte von einem "Herbst der Reformen"
gesprochen, doch es droht eher ein "Herbst der Kommissionen" zu werden:
Strittige Themen wie Rente, Pflege und Bürgergeld sollen ausgelagert
werden. Merz warnt, die Sozialsysteme seien ohne Reformen nicht mehr
finanzierbar. "Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse", sagte er
am vergangenen Wochenende und kündigte Reformen an. Arbeitsministerin
Bärbel Bas von der SPD reagierte auf diesen Vorstoß mit dem Wort
"Bullshit". Wie kann die Bundesregierung die Kosten für
Krankenversicherung und Rente reduzieren? Und kann die Koalition einen
Kurs für echte Veränderungen finden oder wird sie nur neue Kommissionen
einsetzen, die darüber beraten? Das erklärt Kaja Klapsa im Podcast. Sie
ist ZEIT-Redakteurin im Politikressort.
Mit einer großen Militärparade hat China in Peking an das Ende des
Zweiten Weltkriegs in Asien vor 80 Jahren erinnert. Vor den Augen von
Staatschef Xi Jinping präsentierten die Streitkräfte Kampfflugzeuge,
Hyperschallraketen und eine neue Interkontinentalrakete mit atomarer
Reichweite. An Xis Seite standen Russlands Präsident Wladimir Putin und
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Xi erklärte, die Welt stehe heute
erneut vor der "Wahl zwischen Frieden und Krieg", China sei jedoch
"unaufhaltsam". Die Parade fand auf dem Tiananmen-Platz statt, einem
Ort, der auch für die Niederschlagung der Studierendenproteste 1989
bekannt ist. Jens Mühling, China-Korrespondent der ZEIT, erklärt im
Podcast, warum sich China als neue Friedensmacht inszeniert.
Außerdem im Update:
Ein ehemaliger Assistent des AfD-Politikers Maximilian Krah soll
jahrelang für China spioniert haben. Er war in Krahs Abgeordnetenbüro im
Europaparlament tätig. Der Generalbundesanwalt wirft dem Angeklagten
Jian G. vor, fünf Jahre lang Informationen gesammelt und teilweise
vertrauliche Dokumente an chinesische Stellen weitergereicht zu haben.
Außerdem habe er chinesische Dissidenten ausgespäht. Maximilian Krah
selbst musste nun vor Gericht als Zeuge aussagen. Christian Fuchs,
Redakteur im Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT, hat den
Prozess in Dresden verfolgt. Im Podcast berichtet er, wie Krah im
Gerichtssaal aufgetreten ist und welche Details der Fall offenbart.
Und sonst so? Gefälschter Champagner bringt Winzer ins Gefängnis
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Koalitionsausschuss: Ein Plan fürs zweite Halbjahr: Fünf Baustellen der
Koalition
Sozialreformen: Das wird kein Herbst der Reformen – sondern der
Kommissionen
"Herbst der Reformen": Der schon wieder
CDU-Landesparteitag: Merz kündigt "schmerzhafte Entscheidungen" bei
Sozialreformen an
Militärparade in China: Xi Jinping und seine "korrekte Sicht" auf die
Welt
Spionageprozess gegen Jian G.: Die AfD, Militärgeheimnisse und der Mann
aus China
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Folgen von Was jetzt?
2000 Folgen
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Folge vom 03.09.2025Update: Was bringt der Herbst der Reformen wirklich?
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Folge vom 03.09.2025Kann eine Vermögenssteuer das Sozialsystem stabilisieren?Bei der Bundesregierung steht schon der Herbst vor der Tür – und zwar ein "Herbst der Sozialreformen". Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte dafür "schmerzhafte Entscheidungen" an. Gespart werden soll vor allem beim Bürgergeld. Auch die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung soll reformiert werden. Während Teile der Bundesregierung im sozialen Bereich sparen möchten, wird auch wieder die Erhebung einer Vermögensteuer diskutiert. Marilena Piesker aus dem Geldressort der ZEIT erklärt, wie eine solche Steuer aussehen könnte und ob sich damit wirklich alle finanziellen Probleme lösen ließen. Der Kopf ragt in die Wellen, die Arme liegen schlaff im Sand neben dem kleinen Körper – das Bild des zweijährigen Alan Kurdi vor der türkischen Küste ging vor zehn Jahren um die Welt. Wie viele andere ist er beim Versuch, vor dem Assad-Regime aus Syrien zu flüchten, ertrunken. Wer nicht aus dem Land fliehen konnte, war häufig Gewalt und Terror ausgesetzt. Nach dem Sturz von Baschar al-Assad wurden viele Gräueltaten sichtbar. Auch, wie systematisch der Geheimdienst des Regimes Kinder verschleppt hat. Reporterin Hannah El-Hatimi hat zu den Verschleppungen recherchiert. Und sonst so: Arte soll größer werden. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Victoria Kempter, Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Sozialstaat: Sozialverband nennt Merz' Kürzungspläne "gesellschaftlich gefährlich" CDU-Landesparteitag: Merz kündigt "schmerzhafte Entscheidungen" bei Sozialreformen an Sozialreformen: Klingbeil warnt vor Kaputtsparen des Sozialstaats Bundeshaushalt: So könnte die Bundesregierung sparen Chancengleichheit: Hört endlich auf, die Armen zu schröpfen! Alan Kurdi: Ohne ihn Syrien: Kinderseelen, die nur Inferno kennen Kinder in Syrien: "Mitten im Trauma" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 02.09.2025Update: Putin und Xi gemeinsam gegen den WestenAuf dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) im chinesischen Tianjin haben der russische Präsident Wladimir Putin und der Chinas Staatschef Xi Jinping Einigkeit und Zusammenarbeit demonstriert. Um diese zu besiegeln, unterzeichneten sie heute mehr als 20 Kooperationsabkommen zu den Themen Energie, Luftfahrt, Künstliche Intelligenz und Landwirtschaft. Ob die Abkommen Russlands geschwächte Wirtschaft verbessern werden und ob die Demonstration der Freundschaft zwischen Putin und Xi ein wirkungsvolles Zeichen gegen die USA ist, analysiert Thomas Fischermann. Er koordiniert die internationale Wirtschaftsberichterstattung der ZEIT. Außenminister Johann Wadephul befindet sich währenddessen in Indien. Ziel seines Besuchs: das Anwerben von Fachkräften. Dafür besucht Wadephul unter anderem das indische Silicon Valley, das Hightech-Zentrum in Bengaluru. Für den nächsten Tag stehen noch einige diplomatische Termine auf der Agenda, etwa ein Treffen mit Indiens Außenminister Jaishankar Subrahmanyam. Außerdem im Update: In Brasilien beginnt heute der Prozess gegen den Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Die Anklage gegen ihn: Nach seiner Wahlniederlage 2022 soll er gemeinsam mit weiteren Politikern und Teilen des Militärs einen Putschversuch gegen seinen Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva geplant haben. Welche Bedeutung dieser Tag heute für Brasilien hat, ordnet Victor Lacombe, Reporter der brasilianischen Zeitung Folha de São Paulo, ein. Was noch? Warum religiöse Gesänge so eine beruhigende Wirkung haben. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: SCO-Gipfel in Tianjin: Die antiwestliche Symbolik zählt SCO-Gipfeltreffen in Tianjin: Wie China versucht, Trumps Dominanz zu brechen SCO-Gipfel in China: Donald Trumps Sanktionsdiplomatie ist gescheitert Johann Wadephul: Außenminister der schwarz-roten Koalition Indien-Reise: Wadephul im indischen High-Tech-Zentrum Bengaluru Steffen Mau: "Das ist der Kollateralschaden dieser hysterisierten Diskussion" Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit: Modi und Xi vereinbaren engere Zusammenarbeit Prozess in Brasilien: Wollte Bolsonaro sich zurück an die Macht putschen? Luiz Inácio Lula da Silva Brasilien: Ex-Präsident Jair Bolsonaro wird rund um die Uhr überwacht Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 02.09.2025Warum die Menschen in Indonesien protestierenNach Protesten gegen Luxus-Zulagen für Abgeordnete will die indonesische Regierung unter Präsident Prabowo Subianto nun Vergünstigungen für Politiker streichen. Die landesweiten Demonstrationen zu der geplanten Wohnzulage von umgerechnet rund 2.600 Euro hatten in den vergangenen Tagen zu gewaltsamen Ausschreitungen geführt. Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, kritisierten die Ankündigung von Prabowo Subianto als unzureichend und forderten umfassende politische Reformen. Denis Suarsana ist Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Indonesien. IIm Podcast analysiert er die Lage in Indonesien und erklärt, was die Demonstrierenden fordern. Vor mehr als 20 Jahren begann der schwedische Wissenschaftler Lars Lannfelt mit der Entwicklung eines Medikaments gegen Alzheimer. Jetzt ist es erstmals in Deutschland erhältlich. Das Alzheimer-Medikament Leqembi enthält den Wirkstoff Lecanemab, einen Antikörper, der sich gezielt gegen Amyloid-Beta-Ablagerungen im Gehirn richtet, die für die Erkrankung verantwortlich sind. Der Wirkstoff kann den kognitiven Abbau im Frühstadium von Alzheimer um einige Monate verlangsamen und gilt damit als erste ursächlich wirkende Therapie in Deutschland, heilt die Krankheit jedoch nicht. Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT, erklärt, für wen das Medikament geeignet ist. Und sonst so? Flirt-Kultur bei Schimpansen Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Victoria Kempter, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf Whatsapp. Weitere Links zur Folge: Präsidentschaftswahl: Ex-General Prabowo bei Wahl in Indonesien wohl klarer Sieger Proteste in Indonesien: Indonesische Regierung kürzt Vergünstigungen für Abgeordnete Proteste in Indonesien: Tote, Verletzte und Plünderungen Indonesien: Tote bei Massenprotesten in Indonesien Neues Alzheimer-Medikament: Das könnte der Anfang vom Ende der Demenz sein Leqembi: Was Sie zum neuen Alzheimer-Medikament wissen müssen Demenz: Gegen das Vergessen Alzheimer-Medikament: "Ich glaube, das ist es. Wir werden Alzheimer besiegen" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.