Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen muss sich am heutigen
Donnerstag einem Misstrauensvotum stellen. Ins Europaparlament
eingebracht hat den Misstrauensantrag ein rechter rumänischer
Abgeordneter. Dieser wirft von der Leyen unter anderem vor, während der
Coronapandemie falsch und intransparent gehandelt zu haben. Außerdem
soll sich die EU unter von der Leyen in die Präsidentschaftswahlen in
Rumänien eingemischt haben. Dass der Misstrauensantrag angenommen wird,
gilt als unwahrscheinlich, dennoch ist er eine Belastungsprobe für die
Kommissionspräsidentin. Von der Leyen hatte durch einige politische
Initiativen zuletzt selbst bei ihren Unterstützern für Unmut gesorgt. Es
ist der bislang zwölfte Misstrauensantrag in der Geschichte der EU, nur
einmal, 1999, ist eine Kommission im Zusammenhang mit einem solchen
Antrag zurückgetreten. Was von der Leyen genau vorgeworfen wird und
inwiefern der Vorgang sie schwächt, erklärt EU-Korrespondent Ulrich
Ladurner.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz will eine "humanitäre
Stadt" im Gazastreifen errichten lassen. Mehrere Medien berichteten,
dass auf den Ruinen der Stadt Rafah ein Auffanglager für zunächst
600.000 Palästinenser gebaut werden soll. Laut Katz soll die Zone
während einer 60-tägigen Feuerpause entstehen und anschließend von
"internationalen Partnern" verwaltet werden. Ziel des Lagers sei es, die
Macht der Terrororganisation Hamas in Gaza zu schwächen.
ZEIT-Politikredakteurin Andrea Böhm erläutert, wie realistisch der Plan
eines solchen Auffanglagers ist und welchen Einfluss Deutschland noch
auf die israelische Regierung hat.
Und sonst so? Kistenweise frischer Wolfsbarsch auf Zypern
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Emma Graml
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
EU-Parlament: EU-Kommission muss sich nächste Woche einem
Misstrauensvotum stellen
EU-Parlament: Von der Leyen attackiert Rechte wegen Misstrauensantrag
Geplantes Lager für Palästinenser: Ein verstörender Plan
Zivilbevölkerung im Gazastreifen: Israel Katz will Hunderttausende in
Auffanglager in Gaza unterbringen
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro
im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.
[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.
Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen.
Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Nachrichten
Was jetzt? Folgen
Der Nachrichtenpodcast der ZEIT. Montag bis Freitag um 6 und um 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 6 Uhr. Samstags vertiefen wir ein Thema in längeren Spezialfolgen. Noch mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/wasjetzt-abo
Folgen von Was jetzt?
2000 Folgen
-
Folge vom 10.07.2025Belastungsprobe für von der Leyen
-
Folge vom 09.07.2025Update: Merz verteidigt Regierungspolitik im BundestagBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Bundestag die eigene Regierungspolitik verteidigt. Besonders heftig diskutierten die Abgeordneten in der Generaldebatte über die geplanten Ausgaben für das kommende Jahr. AfD-Politikerin Alice Weidel bezeichnete Merz hingegen als "Lügenkanzler" der Wahlversprechen breche. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Dröge, beklagte eine "klimapolitische Bankrotterklärung". Heidi Reichinnek von der Linken beklagte, die Entlastungen träfen hauptsächlich die oberen Einkommen. Michael Schlieben, politischer Korrespondent der ZEIT, hat die Debatte im Bundestag verfolgt. Er berichtet im Podcast von der Stimmung unter den Abgeordneten und darüber, wie sich die Regierung geschlagen hat. Russland hat die Ukraine in der Nacht auf Mittwoch mit einer neuen Höchstzahl an Drohnen angegriffen. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland 728 Drohnen und 13 Raketen gegen ukrainische Ziele ein. Russland hat den Einsatz von Drohnen immer wieder intensiviert. Wieso Russland so viele Drohnen einsetzen kann, weiß Maxim Kireev, Redakteur für internationale Politik der ZEIT, er hat zur Drohnenproduktion Russlands recherchiert. Außerdem im Update: In Nordrhein-Westfalen haben Ermittler mehrere Razzien wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung durchgeführt. Die Polizei Essen und die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf teilten mit, man habe einen 27-jährigen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug begangen zu haben, um einen islamistisch-terroristischen Anschlag zu finanzieren. Und sonst so? Die Generationenunterschiede bei Smiley, Daumen hoch und Totenkopf. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Generaldebatte: Merz verteidigt Wirtschaftspolitik der Bundesregierung Haushaltsentwurf: Achtung, Lücke! Drohnenfabrik in Russland: Hier entstehen Russlands Drohnen Nordrhein-Westfalen: Polizei führt Razzien wegen Verdachts auf Terrorfinanzierung durch Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Folge vom 09.07.2025Grenzkontrollen in Polen: Viel Aufwand, wenig Nutzen?Seit Montag kontrolliert Polen als Reaktion auf die deutschen Grenzkontrollen nun ebenfalls seine Grenzübergänge. An der Landesgrenze zu Deutschland wurden 52 stationäre Kontrollpunkte eingerichtet. Polens Regierung will nach eigenen Angaben darauf verzichten, wenn die Bundesrepublik ihrerseits die Kontrollen beendet. Die Gewerkschaft der Polizei warnt nun vor einem Verkehrschaos. Welchen Effekt haben die Grenzkontrollen auf Zuwanderung? Und was bedeuten sie für den Schengenraum? Das erklärt der Migrations- und Europapolitikexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik Raphael Bossong. Mindestens 86 Tote fehlen in der offiziellen Statistik zu den Todesopfern rechter Gewalt des Bundeskriminalamts. Eine Langzeitrecherche der ZEIT zeigt, dass seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 mindestens 203 Menschen von rechtsmotivierten Tätern ermordet worden sind. In den offiziellen Statistiken werden hingegen nur 117 rechtsmotivierte Morde aufgeführt. In den 1990er-Jahren, den sogenannten "Baseballschlägerjahren", geschahen besonders viele solcher Morde, 99. Doch auch seit 2010 kamen weitere 46 Menschen durch Täter von rechts ums Leben. In jüngster Zeit gibt es genauso noch Lücken in den offiziellen Statistiken. Wie kann das sein? Darüber spricht der für die Recherche mitverantwortliche Autor im Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT Martín Steinhagen. Und sonst so? Dänemark geht gegen Deepfakes vor. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Grenzkontrollen: Bundesinnenminister Dobrindt lobt polnische Kontrollen an der Grenze Grenzkontrollen: Verkehr an Grenze zu Polen fließt trotz neuer Kontrollen reibungslos Grenzkontrollen: Gewerkschaft der Polizei hält Grenzkontrollen für unverhältnismäßig Todesopfer rechter Gewalt: Wieso fehlen 86 Tote in den Zahlen? Leben im Rechtsruck: "Ich kann nicht alleine durch die Straßen laufen" Rechtsextreme Jugendgruppen: Neonazi, 12, will Zecken jagen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Folge vom 08.07.2025Update: Was Trumps Kürzungen mit der Flut in Texas zu tun habenNach schweren Sturzfluten im US-Bundesstaat Texas sind laut US-Medien mehr als 100 Menschen gestorben, darunter mindestens 28 Kinder. Die Lage bleibt angespannt, da auch in den kommenden Tagen mit weiteren heftigen Regenfällen gerechnet wird. Kritik an Kürzungen beim Wetterdienst und fehlenden Evakuierungsmaßnahmen wies das Weiße Haus zurück. Ob die US-Behörden zu spät oder unzureichend gewarnt haben, ordnet Linda Fischer, stellvertretende Leiterin des Wissensressorts der ZEIT, ein. Israel plant im Gazastreifen ein Auffanglager für rund 600.000 Palästinenser. Das als "Humanitäre Stadt" bezeichnete Camp soll während einer möglichen 60-tägigen Waffenruhe entstehen und von internationalen Partnern verwaltet, jedoch von der israelischen Armee gesichert werden. Menschen, die einmal aufgenommen sind, dürfen das Gelände nicht wieder verlassen. Die Vereinten Nationen warnten vor einer "ethnischen Säuberung". Lea Frehse, Nahostredakteurin der ZEIT, analysiert das Vorhaben. Außerdem im Update: - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat im Bundestag den Haushaltsentwurf für 2025 verteidigt. - Daimler Truck will in Deutschland etwa 5.000 Arbeitsplätze abbauen. Und sonst so? Kindergeschrei qua Gene. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Flut in Texas: Die Fluten überraschten sie im Morgengrauen Hochwasser: US-Behörden melden mindestens 67 Tote nach Sturzflut in Texas Überflutung in Texas: 27 Tote im Mädchenferienlager Camp Mystic Fluten in Texas: Warum die Fluten in Texas so tödlich waren USA: Gouverneur warnt vor neuen tödlichen Unwettern nach Sturzflut in Texas Flutkatastrophe in Texas: US-Präsident weist Kritik an Kürzungen beim Wetterdienst zurück Israel: Tumulte bei Vereidigung von israelischem Verteidigungsminister Katz Zivilbevölkerung im Gazastreifen: Israel Katz will Hunderttausende in Auffanglager in Gaza unterbringen Krieg in Nahost: Israel stimmt Waffenruhevorschlag für Gazastreifen laut Trump zu Nahostüberblick am Morgen: Hamas strebt laut Trump ein Abkommen an, USA und Iran planen Treffen Gespräch im Weißen Haus: Benjamin Netanjahu schlägt Donald Trump für Friedensnobelpreis vor Livestream:Bundesfinanzminister: Live: Lars Klingbeil stellt Haushaltsentwurf für 2025 vor Lars Klingbeil: "Wir wollen als Regierung anpacken und vorangehen" Personalabbau: Daimler Truck will 5.000 Stellen in Deutschland streichen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.